100€ für ne Kippe

Ich nutze CarSharing-Fahrzeuge sehr oft. In vielen Fällen sind die Fahrzeuge die ich mir leihe zumindest leicht vermüllt. Gerade morgens ist praktisch immer eine Dose RedBull aus der Nacht zu finden und irgendeine Schokoriegel-Verpackung liegt auch immer rum. Auch Brösel sind nichts Ungewöhnliches. Ich find’s nicht schlimm. Mein eigenes Auto ist auch alles andere als sauber und ich erwarte keinesfalls, dass CarSharing-Fahrzeuge so pickobello sind wie ein Mietwagen. Was mich aber nervt sind stinkende Autos, besonders wenn in dem Auto geraucht wurde. Da viele CarSharing-Firmen für Rauchen in deren Fahrzeugen eine „Strafgebühr“ erheben, rufe ich in solchen Fällen die Hotline weiterlesen

Striche gegen Stau

Supermarktkassen sind ein spannender Ort. Hier kann man echt viel erleben. Besonders wenn man in der Schlange steht und wartet. Insbesondere Mitte der 1970er Jahre scheint das ein Ort für spannende Ereignisse gewesen zu sein. Hier kommen zwei Beispiele. Am 26.Juni 1974, also ziemlich genau vor 50 Jahren, wurde an einer Supermarktkasse Geschichte geschrieben. Genauer gesagt in einem Marsh-Supermarkt in Troy (Ohio). Hier machte es erstmals „Piep“: Der Grund lag in einem Gespräch, das 1948, also rund 26 Jahre früher, stattgefunden hatte. Ein Supermarktmanager erzählte einem Professor aus Philadelphia, dass er nach einer Lösung für eine automatische Abrechnung suche, weil weiterlesen

Speck statt Schoko

Jetzt also auch McDonalds. War klar, dass die bei dem Hype mitmachen. Aber der Reihe nach. Angefangen hat Alles 1971 mit der Eröffnung des ersten Drive-through in Columbus (Ohio) in einer Wendys-Filiale. Da konnte man erstmals seinen Burger aus dem Auto heraus bestellen. Dazu lässt man das Fahrerfenster herunter und plärrt bei laufendem Motor seine Essensliste in ein Mikrofon und hofft, dass der Mensch am anderen Ende durch den Lautsprecher (oder Kopfhörer) versteht, was man will. Nicht, dass man statt einem BigMac und einem Eis mit Schokosauce einen FishMac und ein Eis mit gebratenem Speck bekommt. Das wohl bekannteste Verständigungsproblem weiterlesen

Wenn Bilder lügen

Die gefälschten Bilder haben Sie sicherlich schon irgendwo im Netz gesehen. Der Papst, der im stylischen, weißen Daunenmantel von Balenciaga durch die Straße läuft. Oder Donald Trump, der im orangenen Gefängnisanzug hinter Gittern sitzt. Beide Bilder sind fotorealistisch. Und beide Bilder sind, wie gesagt, gefälscht. Sie wurden mit einer KI erzeugt. Gut, das Bild mit Trump kann man sofort als Fälschung erkennen (weil er ein Buch liest – haha – nie im Leben). Aber beim Papst-Foto habe ich auch erst gezuckt. Und machen wir uns nichts vor, wir werden jetzt schon mit Fotos überschwemmt, die niemals fotografiert, sondern von KI weiterlesen

Bildungsmedium Internet

Achtung! Heute wird es ein bisschen schlüpfrig und ich bin grad nicht sicher, ob Sie das jetzt animiert zum nächsten Artikel zu springen oder weiterzulesen. Wir werden sehen. Als das Internet noch klein war, war ich felsenfest davon überzeugt: das Ding wird die Welt revolutionieren. Ich hatte die Hoffnung, dass das Internet es schaffen wird, in die wirklich letzten Winkel dieser Erde vorzudringen und Menschen abseits von großen Städten oder Universitäten mit Wissen und Bildung zu versorgen. Oftmals habe ich in Gesprächen das Bild eines jungen Schafhirten in der Taiga skizziert, der Dank Online-Kursen in der Lage ist, seine mathematischen weiterlesen

Wofür braucht man eigentlich KI?

Praktisch jeden dritten Tag hört oder liest man heute von einer neuen Künstlichen Intelligenz, die irgendwas Großartiges kann. Und … irgendwie kann KI doch schon alles. Es gibt eine KI, die Ihnen in Sekunden Videos generiert. Sie müssen dazu lediglich zwei, drei Infos in eine Webseite wie openai.com/sora/ eintippen, was in dem Videofilm zu sehen sein und welchen Stil es haben soll. Ganz egal, ob ein Löwe im Schwarzweiß-Film durch einen Reifen springt, ein Hund in der Optik eines 1980er-VHS-Videos auf einem Surfbrett zu sehen ist oder ob es ein Gangster-treffen im Stile eines Quentin Tarantino-Blockbusters werden soll. Dann auf weiterlesen

Rot, Gelb, Grün und Weiß

Schon in der Grundschule lernt man, dass man bei rotem Ampellicht besser stehenbleibt, wenn man das Alter für die weiterführende Schule noch erreichen möchte. Bei Rot stehen, bei Grün gehen war der Merksatz und der gilt natürlich bis hin zum Fahrschulalter. Dort lernt man, dass es auch noch Gelb gibt, was eine Erhöhung der Aufmerksamkeit erwartet, weil eine Änderung der aktuellen Ampelphase ansteht. So weit so gut. Vor etwa zwei Wochen titelt eine große Zeitung mit vielen Bildern: „Verkehrsrevolution! Gibt’s bald ein viertes Ampellicht?“ und beruft sich auf einen aktuellen Beitrag des Onlineportals eFahrer. Laut einer Studie der North Carolina weiterlesen

Trennung nach Missverständnis bei Trennung

Die ganze Beziehung war eigentlich ein großes Missverständnis. So einen Satz hört man öfter mal nach einer Scheidung. Trotz Rosenkrieg hoffe ich mal, dass ein solches Zerwürfnis trotzdem noch reibungsloser abläuft als eine vermeintliche Trennung in Oberkotzau, im Fichtelgebirge, vor ein paar Tagen. Die führte nämlich zu einem geräumten Zug und zu einer Gesamtverspätung von über 16 Stunden bei 18 Zügen. Aber der Reihe nach. Wenn ich im Ausland unterwegs bin und mit meinem Englisch nicht weiterkomme, dann nutze ich gerne Übersetzungsapps wie „SayHi“. Nachdem ich aus dutzenden Sprachen die richtige ausgewählt habe, spreche ich einen Satz auf Deutsch und weiterlesen

Hier wurden Sie geholfen

Die Deutsche Telekom stellt zum Dezember dieses Jahres ihre Telefonauskunft ein – und schließt damit eine Institution, die heute (fast) keiner mehr braucht. Ehrlich gesagt, ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal die Auskunft angerufen habe. Und da es den meisten so geht wie mir, sind die Anfragen bei der 11833 seit Jahren immer weiter rückläufig. 1995 wurde diese Nummer noch wahnwitzige 550 Millionen mal gewählt. Ein Rekordwert, der nie wieder erreicht wurde. Im Gegenteil. Wie aus der Pressemitteilung des magenta Riesen zu erfahren ist, schrumpften die Anrufe im Schnitt um 20% pro Jahr auf weiterlesen

Das Internetprofil des Papstes

Letztens unterhielt ich mich mit jemandem über Google und andere Datenkraken und darüber, welche Informationen diese Firmen über uns haben. Es ist ja nichts Neues, dass die sehr genau wissen, wer da gerade an welchem Rechner sitzt und welche Webseiten aufruft. Zum einen sind da so einfache Dinge wie Cookies. Die sind eigentlich fast das Ungefährlichste beim Surfen. Da teilt der Browser der aufgerufenen Webseite nur mit, dass hier der gleiche Rechner kommt, der schon mal da war. Damit kann eine Airline vermuten, dass wir vielleicht doch noch keinen Flug nach Lissabon gefunden haben und uns gleich mal passende Angebote weiterlesen