Schleichwerbung

Die Spannung steigt, der Puls schießt in die Höhe. Hinter der Ecke lauert ein Schatten, der letztlich wieder unerkannt in die Dunkelheit der Nacht gleitet. Plötzlich ein spitzer Schrei, das Geräusch von scharfem Metall, das drei, vier Mal in einen Körper gerammt wird. Am Boden liegt eine Leiche. Blut nimmt die Form einer Pfütze an. Und die Zuschauer fragen sich: wer ist der Mörder? So oder so ähnlich ist das regelmäßig im Kino. Bei einer guten Story bleibt der Zuschauer bis zum Schluß ahnungslos, wer der Bösewicht der Geschichte ist. Das Rätselraten könnte aber bald vorbei sein, wenn der Mörder weiterlesen

Von Tastendrückern und Tastenlegern

Die unbequemste Tastenkombination der Welt ist Strg-Alt-Entf, auch bekannt als Ctrl-Alt-Del auf amerikanischen/englischen Tastaturen. Mit Strg-Alt-Entf öffnet man den Taskmanager unter Windows. Früher musste man Strg-Alt-Entf drücken, wenn man sich einloggen wollte. Unbequem und vielleicht unsinnig ist die Tastenkombination deshalb, weil man zwingend zwei Hände benötigt, um sie zu drücken. Selbst mit einen Gipsarm ist das schon ein Graus. Davon kann ich ein Lied singen. Ich kann aber ehrlich gesagt nur erahnen, wie es für einarmige Menschen sein musste, sich einzuloggen. Selbst Bill Gates hat Strg-Alt-Entf als Fehler bezeichnet. 2013 sagte er in einem Gespräch mit der Harvard University, dass weiterlesen

Datenschutzimpfung

Fast einen Monat sind die Briten jetzt schon raus aus der EU. Und gemerkt hat man nichts. Wenige Tage vor dem Stichtag war ich in Manchester auf einer Tagung und kurz danach, am 06. Februar, in London. Und beide mal habe ich keinen Unterschied gemerkt. Die Einreise war wie eh und je. Als EU-Bürger konnte ich mit meinem EU-Pass in die Fast-Lane und auch bei der Ausreise war alles gleich. Wie gesagt: gemerkt, dass die Briten draußen sind, hat man nix. Das dem so ist, liegt an der Übergangsregelung von knapp einem Jahr, die der britische Premier Johnson mit dem weiterlesen

Neues Sternbild entdeckt!

In jungen Jahren bin ich mit einem Klassenkameraden mal ein Wochenende zum Zelten an den Ammersee geradelt. Das Wetter war leider nicht ganz optimal, denn hin und wieder gab es den ein oder anderen heftigen Regenschauer. Aber in der Nacht hatten wir Glück. Der Himmel war wolkenfrei und so weit außerhalb der Großstadt störte auch keine Lichtverschmutzung den Blick auf die Sterne. Es war einfach grandios! Wir tranken Bier und über uns schwebte der schönste Sternenhimmel den man sich vorstellen kann. Traumhaft! Ich entdeckte alle Sternbilder, die ich kannte. Den großen und den kleinen Wagen. Sie merken schon, ich habe weiterlesen

Dreckige Unterhosen

Passwörter sollten wie Unterhosen gewechselt werden. Regelmäßig! So oder so ähnlich hieß es bisher immer. Ich sage das auch so in meinen Vorträgen. Andere IT Sicherheitsexperten sagen das auch. Sogar das BSI, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sagt das. Oder besser: sagte. Also Vergangenheit, nicht Präsens. Was ist denn da passiert? Das regelmäßige Ändern eines Passworts verhinderte, dass Angreifer mit einem erbeuteten Passwort auf immer und ewig in das System einbrechen können. Schließlich – und das war der Hintergedanke – bekommt man oft ja gar nicht mit, dass einem das Passwort gestohlen wurde. Die Hacker hätten so quasi weiterlesen

Weg damit!

Ein gebrauchtes Auto in Zahlung zu geben, um den Preis für ein neues Fahrzeug zu senken, ist seit eh und je Normalität. Schließlich kann der Händler das Fahrzeug ja selbst weiterverkaufen und macht letztlich keinen (großen) Verlust. Damit das System funktioniert, muss das alte Auto aber zumindest noch funktionieren. Nur dann findet sich noch jemand, der sich freut einen günstigen, aber zumindest fahrbaren Untersatz kaufen zu können. Es wäre also völlig absurd, wenn der in Zahlung gegebene Gebrauchtwagen unbrauchbar gemacht werden würde. Genau das passiert aber gerade. Nicht mit Autos, dafür mit Lautsprechern der Firma Sonos. Diese smarten Lautsprecher sind weiterlesen

Geräuschkulisse

Nach dem Zweiten Weltkrieg konnten (und durften) sich die Menschen hier in Deutschland wieder ausländischen Filmen zuwenden. Kinos verbreiteten sich rasch und Filme aus Hollywood brachten Glamour und die weite Welt in deutsche Städte und die Provinz. Es gab nur ein Problem. Die Sprache. Viele Bürger hatten damals nur rudimentäre Fremdsprachenkenntnisse. Es war also nötig, die Filme zu übersetzen und zu synchronisieren. Dank BASF gab es seit den 1930er Jahren bereits Tonbänder und zehn Jahre später – so sagt das Wikpipedia – haben sich diese Magnetbänder bei der Synchronisation von Filmen durchgesetzt. Da auf der Originalaufnahme nicht nur die (ausländische) weiterlesen

Fakten, Fakten, Fakten

„Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung, aber nicht das Recht auf seine eigenen Fakten.“ sagte einmal Daniel Patrick Moynihan. Das Zitat des ehemaligen Senators von Baltimore wurde in der Washington Post vom 25.April 1987 abgedruckt. Moynihan sprach seine weisen Worte 13 Jahre vor der Gründung von Facebook und 15 Jahre vor der Gründung von Twitter. Und doch treffen seine Worte heute, in der Zeit der sozialen Medien, mehr zu, als jemals zuvor. Donald Trump scheint das egal zu sein. Auf Twitter und bei Interviews dreht und wendet er „seine Fakten“ so hin, wie er es braucht. Alleine letztes weiterlesen

20 Jahre nach Y2K

Grace Murray Hopper hat das digitale Zeitalter maßgeblich geprägt. Die kleine Frau erfand den Compiler, entwickelte COBOL und erreichte als Flottenadmiralin einen der höchsten Dienstränge der US Streitkräfte. Sie hat aber auch einen schweren Fehler begangen. Grace Hopper hat uns den Jahr-2000-Fehler eingebrockt, der jetzt, zwanzig Jahre später, erneut zuschlägt. Als Hopper in den 1950er Jahren die Entscheidung traf, dass in COBOL die Jahreszahlen nur zweistellig speichert, wollte sie eigentlich nur Speicherplatz sparen. Der war damals noch sehr teuer. Grace und ihre Kollegen konnten sich kaum vorstellen, dass in COBOL erstellte Programme die Jahrzehnte bis zur Jahrtausendwende überdauern würden, weswegen weiterlesen

Schaltjahr

Frohes neues Jahr! Dieses Jahr, 2020, ist übrigens mal wieder ein Schaltjahr. Und vor fünf Jahren, im Januar 2015, habe ich Ihnen an dieser Stelle erklärt, wie ein Computer berechnen kann, ob ein Jahr ein Schaltjahr ist. Die Formel dazu ist ein Kinderspiel und lässt sich sogar mit Excel darstellen: =WENN((REST(A1;4)=0)-(REST(A1;100)=0)+(REST(A1;400)=0)=0;“Nein“;“Ja“) In Worten ausgedrückt ist dann Schaltjahr, wenn die Jahreszahl ohne Rest durch Vier teilbar und zusätzlich kein glattes Jahrhundert ist (1700, 1800, 1900) – mit Ausnahme der glatt durch 400 teilbaren Jahrhunderte (1600, 2000, 2400). Die sind doch Schaltjahre. Dass das ganze so kompliziert ist, liegt daran, dass die weiterlesen