Mr. Roboto

Ganz bewusst habe ich für diesen Beitrag nicht „Mr. Robot“ als Titel gewählt. Ich wollte schließlich keinen Copyright-Streit mit Amazon Video. Aber heute geht es nicht um den Schutz geistigen Eigentums, heute geht es um Roboter. Allerdings auch nicht um so Schweißroboter, wie sie bei Automobilherstellern in den Fabriken stehen. Es geht um uns Roboter. Um Sie und mich. Denn eher früher als später werden auch wir zu wandelnden Maschinen. Passenderweise lautet der Titel dieses Beitrags daher „Mr. Roboto“. Für den Song von Styx dürfte das Copyright nämlich – gefühlt zumindest – bald ausgelaufen sein. Man wird ja nicht jünger. weiterlesen

Achte auf Deine Worte

Ein Forscher berichtete letzte Woche auf einer Tagung, dass es immer weniger Computer mit Display und Tastatur geben wird. Die Spracheingabe wird immer wichtiger – und besser, sagte er. Und das wird unseren Umgang mit smarten Geräten, Computern und Smartphones ändern. Eine neue Angestellte soll ihm letztens sogar gesagt haben: „Was soll ich mit Tastatur und Maus? Ich rede mit meinem Computer.“ Für meine Generation, die sogar noch Stolz darauf ist, Computer nur mit Tastatur über „die Konsole“ bedienen zu können, ist das echt schwer zu verstehen. Und auf das „Verstehen“ kommt es bei der Spracheingabe besonders an. Die Sprachassistenten weiterlesen

Nur zu unserem Schutz!

Immer wieder mal berichte ich an dieser Stelle von Patenten, mit denen Firmen die Welt – oder ihre Umsätze – verbessern möchten. Erst im April zum Beispiel habe ich über eine Erfindung von Amazon berichtet. Der Versandriese hat sich für seine digitale Assistentin „Alexa“ die Möglichkeit schützen lassen, „Schlüsselbegriffe“ wie „ich mag“ mitzuhören und dann passende Werbung auszuspielen. Vielleicht erinnern Sie sich. So beängstigend das klingt, wer sich Alexa ins Wohnzimmer stellt, weiß, dass das Gerät permanent zuhört. Muss es ja auch, da es sonst den Startbefehl „Alexa“ nicht mitbekäme. Hinterhältig ist das also nicht. Unsere Freunde von Facebook hingegen, weiterlesen

Filter sind nur was für den Kaffee

Jetzt stellen Sie sich mal vor, Sie stehen an der Supermarktkasse, legen Milch, Eier und Butter auf das Band und wenn Sie dran sind, reichen Sie der Kassiererin einen 10 Euro Schein. Anstatt Ihnen aber das Wechselgeld zu geben, werden Sie gefragt, wo Sie den Zehner herhaben. Ob der eventuell geklaut ist oder ob Sie den auch wirklich ehrlich verdient und versteuert haben. Vermutlich werden Sie „Ja“ sagen, natürlich haben Sie das. Der freundlichen Dame hinter der Kasse wird das aber nicht genügen. Sie will Beweise haben und checkt erst einmal die Seriennummer Ihres 10€-Scheins in irgendwelchen Listen. Listen mit weiterlesen

Unsere Leitungen sind derzeit alle besetzt

„Ich ruf da mal schnell an und kläre das“. Schon mal gehört oder gesagt? Nein? Oder, lange nicht mehr? Kein Wunder. Das war früher. Wer heute mal schnell ein Problem oder eine Frage klären möchte, der braucht Zeit. Ein Anruf bei einer Hotline beginnt – in vielen Fällen – mit einem Einspieler vom Band. „Herzlich Willkommen bei XYZ. Wir freuen uns über Ihren Anruf“. Meines Erachtens ist das die erste Lüge. Ein Anruf bei der Hotline kostet Unternehmen nur Geld. Da freut sich keiner. Sonst hätte ja auch ein Mensch abgehoben, der sich wirklich freut, dass man anruft. Meist geht weiterlesen

Unerwarteter Zuhörer beim unerlaubten Zuschauen

Keine Sorge! Ich habe extra nachgesehen. Das Wort „unerlaubt“ steht im Duden. Das gibt es wirklich. Was es auch gibt, ist ein unerwarteter Zuhörer. Und dass es den gibt, finde ich ehrlich gesagt ungeheuerlich. Was in Deutschland die „Fußball-Bundesliga“ ist, ist in Spanien die „La Liga“. Und „La Liga“ hat schon länger für die ganzen Fußballfans in Spanien eine eigene App entwickelt. Hier kann man sich auf dem Handy über die Wechselgerüchte der Stars informieren oder an Spieltagen in einem Live-Ticker die aktuellen Spiel- und Tabellenstände verfolgen. Die „La Liga“-App hatte bis vor kurzem ellenlange und schwammige Nutzungsbedingungen. Das kennen weiterlesen

Bitte recht freundlich!

Was mir letztens in der Bahn mit der Schaffnerin passiert ist, ist echt typisch für den Zustand in diesem Land. Ich saß im ICE von Köln nach Hannover und hatte aus Versehen ein Kinderticket gelöst. Das ist billiger als ein Ticket für einen Erwachsenen. Mit diesem Ticket saß ich im Zug und als die Schaffnerin mich kontrollierte, fragte sie „Und das Kind ist bitte wo?“. Ich schaute sie fragend an, da ich meinen Fehler selbst noch gar nicht bemerkt hatte. Ich habe schon hunderte Bahntickets online gekauft. Natürlich immer für einen Erwachsenen, ich bin schließlich 47! Und schon begann die weiterlesen

Billig und wenig gefahren!

Schon im Mai letzten Jahres habe ich mal geschrieben, dass die Blockchain-Technologie in vielen Bereichen unseres Lebens spannende und vor allen Dingen hilfreiche Neuerungen bringen wird. Als Beispiel habe ich beschrieben, dass dem Betrug von zurückgedrehten Kilometerständen damit der Garaus gemacht werden könnte. Denn mit der Blockchain-Technologie wüsste jeder, wie viele Kilometer ein Auto wirklich hat. Und das geht so: Jedes Auto sendet einfach bei jedem gefahrenen Kilometer seinen Tachostand an eine Datenbank. Dort steht aber nicht nur der aktuelle Wert, sondern jede gemeldete Zahl mit Datum und Uhrzeit. Hat ein Fahrzeug 71.422km auf dem Buckel, finden sich also 71.422 weiterlesen

Schach matt

Beim Schachspiel gibt es eine ziemlich hohe Anzahl an möglichen Stellungen der Figuren. Sie ist fast unberechenbar. Selbst die Anzahl der möglichen Spielverläufe ist noch unglaublich hoch. Je nach Betrachtung mit einer durchschnittlichen Spieldauer von 40 Zügen werden hier Zahlen mit über 115 Stellen genannt. Das ist schon mal eine Hausnummer, wie ich finde, denn die Anzahl der Atome im Weltall (also nicht nur auf der Erde, nein, im gesamten Weltall) ist eine Zahl mit gerade mal 77 Stellen. Um so erstaunlicher ist es doch, dass Computer Schach spielen können. Und nicht nur das, sie werden auch immer besser darin. weiterlesen

Nichts ist mehr sicher

Das Verschicken einer E-Mail ist etwa so, wie das Versenden einer Postkarte. Jeder kann mitlesen, der die E-Mail auf den Server bekommt. Und das sind viele. Alle nämlich, die sie von A nach B transportieren. Das kann man aber ändern. Mit einer E-Mail-Verschlüsselung packt man einen schützenden Umschlag um die Nachricht. Diesen Umschlag kann nur der Empfänger der Mail öffnen, so dass die Nachricht effektiv vor fremdem Zugriff geschützt ist. Nun haben Sicherheitsforscher einen Weg gefunden, dieses seit Jahren als sicher geltende System auszuhebeln. Sie konnten es zwar nicht knacken, aber aushebeln. Und der Trick dazu ist derart simpel, dass weiterlesen