Steuer macht’s teuer

Die ungarische Regierung wollte eine Internetsteuer einführen. Was absurd klingt, hätte für einen Industriezweig jedoch eine bahnbrechende Wirkung Steuern gab es schon, als es noch kein Geld gab und bald – vielleicht – sogar auch noch im Internet. Die Stammesführer bekamen früher immer das größte Stück vom Hirschbraten und wer Handel trieb, der musste Teile der Einnahmen an den Staat abtreten. Im Mittelalter traf es dabei den weit verbreitetsten Beruf am härtesten. Die vielen Bauern, die täglich von früh bis spät auf den Feldern ackerten, mussten einen beträchtlichen Teil der Ernte an das Staatsoberhaupt im Schloß abtreten. Heutzutage ist diese weiterlesen

Emotionen 2.0

Smileys sind nicht nur zum Spaß da, sie spielen in Zeiten der heutigen Kommunikation eine ganz wichtige Rolle – insbesondere bei kurzen Texten. Der Clown ist total lustig, da musst du bestimmt :-) sage ich zu dem Mädchen. Die Rotzgöre streckt mir die :-P raus und rennt weg. Mit :-O schaue ich die Mutter an, die mich anpflaumt, ich solle sie nicht mit so großen 8-| anstarren, so sei die Kleine nun mal – und genau das macht mich :-( Mit Smileys und anderen Emoticons kann man Geschichten erzählen. Diese Smileys sind aber kein Spaß, sie spielen in der Zeit weiterlesen

Im Netz gefangen – Brüssel betritt Neuland!

Der neue EU-Kommissar für digitale Wirtschaft wird Günther Oettinger. Der weiß sich auf politischem Parkett zu bewegen, auf digitalem muss er noch üben. „Mitarbeiter (m/w) gesucht: jung, dynamisch, Informatikstudium mit Auszeichnung und mindestens 20 Jahre Berufserfahrung in leitender Position. Sie sind mit den modernen Medien aufgewachsen und beherrschen diese im Schlaf? Sie begreifen soziale Netzwerke als Chance und nicht nur als Gefahr? Wenn Sie dann noch verhandlungssicher Englisch sprechen, sind Sie der/die Richtige!“ Wer solche Stellenausschreibungen aufgibt, der muss Kompromisse eingehen, denn so einen Bewerber gibt es nicht. In Brüssel wurde letztens tatsächlich eine Stelle ausgeschrieben, auf die diese Wunschbeschreibung weiterlesen

Facebook ist (bald) weg vom Fenster

Snapchat killt Facebook weil es eine Funktion hat, die Facebook fehlt: Vergessen! Ende letzten Jahres wollte Mark Zuckerberg den vergleichsweise kleinen Konkurrenten Snapchat kaufen – für angeblich unfassbare 3 Milliarden Dollar. Deren Eigentümer haben jedoch abgelehnt und ich muss gestehen, ich habe sie für bekloppt gehalten. Nun beginnt Snapchat jedoch langsam aber sicher, Facebook die Nutzer zu klauen. Immer mehr User wandern von Facebook zu Snapchat und teilen Ihr Leben und Ihre Gedanken eben über diese Plattform mit Freunden. Der eine oder andere Schreiberling prognostiziert sogar, dass Snapchat der Killer von Facebook sei – und zwar schon bald. Wenn Zuckerberg weiterlesen

Und wenn es dann so kommt, ist’s auch nicht recht

Die VG Wort setzte Google unter Druck, keine Urheberrechtsverletzung mehr zu begehen. Dummerweise macht Google das jetzt auch! So ein Mist! Manchen Menschen kann man es einfach nicht recht machen. „Schatz, du bist jeden Morgen so in deine Zeitung vertieft – sprich doch lieber mit mir.“ Und wenn man das dann macht, dann heißt’s, dass es unerträglich ist, morgens um halb sieben über Smartphones und den Unterschied zwischen Android 4.2 und Android 4.4 zu reden. „Nimm doch lieber die Zeitung und lass mich in Ruhe.“ Ja, was denn jetzt? Ganz ähnlich verhält sich die VG Wort, die Verwertungsgesellschaft vieler Verlage. weiterlesen

Der Sprücheklopfer

Vor fast zehn Jahren faszinierte mich ein kleines Programm im Internet, welches managementtaugliche Sprüche auf Knopfdruck generieren konnte: der Spruchklopfomat von Achim Schwarze (zu finden nur noch auf den Seiten von M.Pöhm). Da kamen dann so Sachen raus wie: „Wir diversifizieren unsere wesentlichen Innovationen, um die Marktdurchdringung der verbindlichen Leistungspotentiale zu intensivieren.“ Sätze also, die supertoll und für Manager auch irgendwie vertraut klingen – die aber überhaupt keinen Sinn ergeben. Ganz ähnlich muss sich gerade James Comey fühlen, der Chef des FBI. Google und Apple haben nämlich für Ihre Smartphone Betriebssysteme Android und iOS angekündigt, dass grundlegende Verschlüsselungen auf den weiterlesen

Wenn einer eine Reise tut …

… dann kann er was erzählen. Außer, wenn im Zug mal wieder kein Empfang ist. Letztens im ICE saß mir eine Frau gegenüber, die – auf der Suche nach Handyempfang – verzweifelt ihr Handy an die Scheibe hielt. Ab und zu scheint dann wohl ein Balken auf der Anzeige aufgetaucht zu sein und dann wurde hektisch gewählt. „Hallo? Ja, ich bin es wieder. Neuer Versuch, also, wo war ich. Ah ja, also …. Hallo? Hallo? …. Mist! Scheiß Netz!“ Zu allererst sollte man wissen, dass man in einem ICE eigentlich überhaupt nicht telefonieren oder mobil surfen kann, wenn die Bahn weiterlesen

Die Stimme in meinem Kopf

Murmeln Sie auch manchmal vor sich hin? Ja? Ich mache das auch. Und die Stimme in meinem Kopf gibt mir auch immer eine zustimmende Antwort. „Bin ich der Beste?“ und die Stimme sagt „Ja!“ „Bin ich der Schönste?“ und die Stimme in meinem Kopf sagt wieder „Ja!“. Ihr Smartphone murmelt auch permanent vor sich hin. Das hören Sie zwar nicht, aber Ihr Telefon hofft ebenfalls immer darauf, dass jemand antwortet. Nach diesem Prinzip funktioniert es, dass Sie zu Hause oder am Arbeitsplatz automatisch in das dort bekannte WLAN-Netzwerk eingebucht werden. Ist das Telefon (oder Tablet) nicht verbunden, fragt es nämlich weiterlesen

Haste mal ’n Bitcoin?

Schweden will als erstes Land das Bargeld abschaffen. Das ist nur konsequent, weil es vor rund 350 Jahren auch das erste Land war, das Geldscheine eingeführt hat. Bezahlt wird dann nur noch mit der Geldkarte. Die Skandinavier schaffen aber nur die Scheine und Münzen ab, nicht das Geld selbst. Man zahlt nur noch mit Karte … online. Und trotzdem wird die Schwedische Krone nicht zu einer virtuellen Währung, denn es gibt weiterhin für jede Krone einen Gegenwert – in Form von Goldreserven oder sonstigen Werten. Ganz anders funktioniert hingegen echtes virtuelles Geld – wie Bitcoins. Da gibt es keinen Gegenwert, weiterlesen

Drei Viertel aller Bilder im IKEA-Katalog sind nicht echt

Keine Ausreden, bitte, es gibt ein Beweisfoto. Nur, kann man dem auch glauben? Fotos werden seit fast hundert Jahren gefälscht. Bereits Stalin ließ auf einem Foto von 1919 den unerwünschten Trotzki neben Lenin entfernen.           Auch heute werden Bilder aus politischen Gründen manipuliert. Es werden Menschen oder Waffen weg- oder hineinretuschiert, Gräueltaten vom einem an einen anderen Brennpunkt verlegt oder durch eine Bildunterschrift die Aussage des Fotos verändert. Gerade Bildern, die sich in den sozialen Netzen viral verbreiten und vermeintliche Kriegsverbrechen zeigen, sollten wir daher immer öfter misstrauisch begegnen. Aber nicht jede Bildbearbeitung ist schlecht. Es weiterlesen