Vor 85 Jahren war Online Shopping besser als heute

Wissen Sie noch, wer der erste Online-Shop war? Es war das Versandhaus Quelle. Die haben 1927 schon angefangen so zu arbeiten, wie ein Online-Shop das heute macht. Neckermann und Otto folgten etwa 20 Jahre später. Auch wenn die technischen Möglichkeiten damals etwas beschränkt waren, mit dem Pioniergeist der Unternehmen konnten diverse Unzulänglichkeiten elegant umschifft werden. So gab es zum Beispiel noch gar keine Shop-Software. Die Frontendinformationen für die Artikelauswahl wurden kurzerhand auf Papier gedruckt und in Kategorien zusammengefasst. Diese Loseblattsammlung wog in den 1980er Jahren locker 1,5kg. Da noch kein Internet verfügbar war, um die Artikelstammdatenbank zum Kunden zu übertragen, weiterlesen

Mein Klingelton heißt Marimba

Wenn in einer Menschenmenge „Marimba“ bimmelt, greife ich mir – neben allen anderen iPhone Nutzern – an die Tasche. Wie Pawlowsche Hunde prüft jeder, ob sein Handy gerade klingelt – oder ein anderes. Die Melodie ist uns allen so vertraut, sie ist eingebrannt in unseren Gehirnen. „Geh ran!“ signalisiert es, „Heb ab!“ Das gleiche gilt natürlich auch für alle Samsung-Nutzer, wenn deren Default-Klingelton erschallt. Schuld ist Nokia, die fast 20 Jahre lang den Quasi-Standard für Klingeltöne gesetzt haben. Die Legende erzählt, dass 1992/93 ein Nokia Manager anregte, Melodien anstelle eintöniger Piepser mitzuliefern. Die Entwicklungsabteilung mit dem berühmten Soundingenieur Thomas Dolby weiterlesen

Ein logischer Fehler

Was haben Schallplatten, Festplatten und Ihr Partner gemeinsam? Ganz einfach: logische Fehler! Die kann man aber beheben. Meistens jedenfalls! Wenn bei Ihnen 2+3×4 = 20 und nicht 14 ergibt, dann ist das ein logischer Fehler. Wenn Ihr Taschenrechner auch die Punkt-vor-Strich-Regel ignoriert, dann ist das kein logischer Fehler, dann ist er schlichtweg kaputt. Bei Festplatten und USB-Speichern gibt es die gleichen zwei Arten von Fehlern: Logische und physische. Die einen kann man meist einfach korrigieren, die anderen kaum. Festplatten in Computern sind grundsätzlich ähnlich aufgebaut wie eine Schallplatte. Da ist zuerst das Gerät selbst, also das, was man anfassen kann. weiterlesen

Flotter Dreier

Drei Funkmasten reichen, um ein Handy zu orten. Drei Mikrofone reichen, um Geräusche zu orten. Und alpenländische Bergvölker jodeln mit Methode! Die Zahl Drei ist wahrlich eine außergewöhnliche Zahl. Es gibt drei Musketiere, Aschenbrödel bekommt drei Haselnüsse, in der Kirche wird der Dreifaltigkeit gehuldigt, beim Karneval gibt es drei „tolle Tage“, Feen vergeben drei Wünsche, der Teufel hat drei goldene Haare, in der Mathematik verzweifelt man am Dreisatz und die Staatsgewalt wird bei uns auf drei Organe verteilt. Kein Wunder also, dass die Drei auch bei der Ortung von Handys hilft. Die Feldstärke eines Handysignals wird von mehreren Funkmasten aufgefangen, weiterlesen

Einmal um die Sonne bitte

Wann ein Schaltjahr ist, können Computer berechnen. Die verwendete Formel ist zwar 420 Jahre alt, deren Genauigkeit ist aber der absolute Hammer! Wer hat sich als Kind nicht selbst einmal gefragt, wann man Geburtstag feiert, wenn man am 29.Februar geboren ist. Also an dem Schalttag, der nur etwa alle vier Jahre im Kalender steht um die kleine Ungenauigkeit in den 365 Tagen auszugleichen, die die Erde um die Sonne braucht und was wir als „ein Jahr“ bezeichnen. Die Frage mit dem Geburtstag ist aber nicht nur philsophisch zu betrachten, denn mit dem zusätzlichen Tag im Schaltjahr müssen auch Computer zurechtkommen. weiterlesen

Komfortrauschen als Lebensretter

Als ob es nicht schon genug Lärmbelästigung gäbe! Nun will uns die EU auch noch mit künstlichem Lärm zwangsbeschallen! Abgeschaut haben sie das beim Handy. Erst ab einer Geschwindigkeit von etwa 50 km/h erzeugen PKWs ohne Verbrennungsmotor durch das Abrollgeräusch der Reifen genügend Lärm, um als ankommendes Gefährt wahrgenommen zu werden. Deshalb sind langsame Elektromobile eine Gefahr für unachtsame Fußgänger. Die EU plant daher eine Richtlinie zu erlassen, nach der Elektroautos ab Juli 2019 beim Anfahren ein künstliches Geräusch erzeugen müssen. Noch ist unbekannt, wie hoch die Mindest- und die Maximallautstärke sein wird – und auch, wie das Geräusch klingen weiterlesen

Geheimsprachen

Do dadiad a da. Do dad a da aa dadian. Alles klar? Das ist eine Geheimsprache! Na ja, eigentlich ist es Niederbayrisch und bedeutet: „Da verdörrt er dir. Da täte er …“ Wissen Sie was, finden Sie es doch selbst heraus, es ist ganz einfach. Nicht nur für Sprachwissenschaftler ist das ganze ein Kinderspiel, denn: Niederbayrisch stammt von einem Sprachstamm ab, den Sie kennen. Nein, nicht „Unverständlich“, sondern „Germanisch„! Genauso wie Hochdeutsch. Und wer die Logik des Sprachstammes kennt, der wird auch Niederbayrisch analysieren können. Sprachen folgen meist einem Muster und leiten sich wohl alle von einer Ursprache ab. Programmiersprachen weiterlesen

Gutes neues Jahr? Ja / Nein / Abbrechen

Themen für meinen Blog 2015: Muss ich mit einer Schnittstelle zum Arzt? Repariert ein guter Schuster defekte Laufwerke? Security, Computer & Technik mal anders. Im letzten Jahr ging es an dieser Stelle jeden Montag um Themen wie Datenkomprimierung, die Genderdiskussion als Problem bei der Programmierung, woher kommt der Smiley in der Email, wie funktioniert virtuelles Geld, wie kommt das WLAN in den Zug, woher bekommt man eine Fangschaltung – und vieles andere mehr. Das Jahr ist jetzt bald rum. Zeit also, nach vorne zu blicken und zu schauen, was im kommenden Jahr hier für Themen besprochen werden könnten. Gibt es weiterlesen

Oh freuet euch sehr – aber nicht zu früh

Wer zu Weihnachten Smartphones verschenkt, handelt eindeutig unverantwortlich. Nein, nicht wegen der Herstellung – wegen der Schmerzen beim Nutzer! Heilig Abend in Deutschland. Kinder krakelen Lieder über verschneite Wälder während sich draußen das erste Maiglöckchen durchs Gras kämpft. In den Stuben stehen geschmückte, herrlich duftende skandinavische Fichten, die mit stinkenden LKWs tausend Kilometer durch Deutschland transportiert wurden. Die staubtrockene Nadeln lösen sich bei der kleinsten Berührung – nur um sich dann vermeintlich für immer und ewig in den von pakistanischen Kinderhänden geknüpften Schlaufen des Teppichs zu verfangen. Sauteures aber maschinell für Centbeträge hergestelltes Plastikspielzeug wartet darauf – in korrektem Recyclingpapier weiterlesen

Dieser Text ist mittelmäßig

Skandal im Vatikan! Gibt es einen zweiten Papst neben Franziskus? Warum man Zahlen in den Nachrichten nicht blind vetrauen darf und sie hinterfragen muss. Durchschnittswerte manipulieren uns. Sie verschleiern das Elend, weil sie die Extreme an beiden Enden der Skala verschweigen. Wer schreibt, dass jeder Mensch im Schnitt 1.140 mal in seinem Leben telefoniert, der unterschlägt, dass die Hälfte der Menschen auf diesem Planeten mangels Geld und Infrastruktur in ihrem ganzen Leben kein einziges Telefonat führen wird. Andere Menschen wiederum bestreiten ihr Dasein in trüben Callcentern und schaffen diese Tausend Anrufe jede Woche. Das interessiert den Durchschnitt aber nicht mal weiterlesen