K.I. – Klo Intelligence 

Das Klo war lange einer der letzten Orte, an dem man einigermaßen unbeobachtet sein konnte. Tür zu, Hose runter, Ruhe. Keine Cookies, keine Gesichtserkennung, kein „Andere Nutzer kauften auch“. Doch selbstverständlich konnte die Digitalisierung diesen Zustand nicht länger hinnehmen. Wenn Kühlschrank, Zahnbürste und Personenwaage Daten sammeln, kann die Toilette schließlich nicht einfach nur dastehen und spülen. Smarte Toiletten gibt es tatsächlich schon seit Jahren. Der japanische Sanitärhersteller Toto experimentierte früh mit Modellen, die Ausscheidungen analysieren können. Darüber hatte ich schon mal geschrieben. Sensoren messen die Urinmenge, andere Systeme untersuchen Urin oder Stuhl auf gesundheitlich interessante Werte. Die Idee dahinter ist K.I. – Klo Intelligence  weiterlesen

Mein Fernseher hat nen Nebenjob

Mein Fernseher hat jetzt einen Nebenjob. Das ist grundsätzlich erfreulich, denn das faule Ding hängt seit Jahren an meiner Wand herum, glotzt mich an und verbraucht Strom. Nun stellt sich heraus: Manche Smart-TVs können durchaus etwas zum Haushaltseinkommen beitragen. Nur leider nicht zu meinem. Der Trick nennt sich Residential Proxy und funktioniert ungefähr so: Wer im Internet unterwegs ist, hinterlässt dabei seine IP-Adresse. Webseiten können recht gut erkennen, ob eine Anfrage von einem normalen Privatanschluss kommt oder aus einem Rechenzentrum. Letzteres ist verdächtig, wenn plötzlich 80.000 Anfragen in drei Minuten eintrudeln. Ein normaler Internetanschluss in München, Madrid oder Mönchengladbach wirkt Mein Fernseher hat nen Nebenjob weiterlesen