Druck auf 3D-Drucker-Hersteller

Wenn Sie einen 3D-Drucker besitzen, kennen Sie dieses Gefühl: Man sitzt davor wie früher vor der Carrera-Bahn oder dem Chemiebaukasten und denkt sich: »Ich bin Gott. Nur mit Filament.« Dieses Gerät verwandelt Erwachsene innerhalb von Sekunden wieder in Achtjährige. Da fehlt ein kleiner Haken zwischen Küchenschrank und Spülmaschine? Zack, drucken. Der Aufsatz des Handstaubsaugers ist gebrochen? Zack, drucken. Man braucht dringend einen Darth-Vader-Flaschenöffner? Zack, drucken. Der 3D-Drucker ist die moderne Version des Satzes »Das kann ich selber bauen.« Leider gilt das aber nicht nur für Handtuchhalter und nerdige Staubfänger, sondern auch für Waffen. Und genau da bekommt der Gesetzgeber Schnappatmung. weiterlesen

…und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker

Falls Ihre Augen nach acht Stunden Excel-Tetris brennen und Sie den Monitor anschauen wie ein Goldfisch die Mikrowelle, dann könnten Sie an Bixonimania leiden. Eine laut chatGPT & Co. seltene, neuro-okulare Störung der Augen. Na dann herzlichen Glückwunsch: Sie sind offiziell Patient im größten Selbstbedienungsladen der modernen Informationsgesellschaft. Öffnungszeiten: rund um die Uhr. Fachpersonal: Eine KI und vielleicht auch ein betrunkener Wikipedia-Autor. Die Geschichte hinter der Krankheit „Bixonimania“ klingt wie ein verspäteter Aprilscherz aus der Hölle. Eine schwedische Forscherin erfand die Diagnose kurzerhand selbst, schrieb dazu ein paar ausgedachte Fachartikel und streute sogar Hinweise auf die Fälschung ein, die ungefähr weiterlesen

Hier aßen schon Empörte 

Google Maps hat wieder geliefert. Nein, nicht die Route mit drei Baustellen und einer Vollsperrung. Diesmal liefert Google Transparenz, nämlich einen kleinen Zusatz unter den Bewertungen eines Restaurants, einer Firma oder eines Friseurgeschäfts. Dort steht jetzt, dass von sagen wir 1.500 Rezensionen mal eben 151 bis 200 „wegen Diffamierung entfernt“ wurden. Natürlich gibt es echte Diffamierung. Das Internet ist voll von Menschen, die glauben, eine versalzene Suppe rechtfertige den Vergleich mit historischen Diktaturen. Dass man falsche Tatsachenbehauptungen löschen lassen kann, ist sinnvoll. Niemand sollte öffentlich lesen müssen, sein Restaurant serviere Waschmittel als Hauswein, wenn es in Wahrheit nur ein schlechter weiterlesen

Bewerben auf Befehl

Früher schickte Nordkorea Raketen. Heute schickt es Lebensläufe. Fortschritt nennt man das wohl, wenn die Bedrohungslage plötzlich im Bewerberportal landet, weil das abgeschottete Land dringend westliche Devisen braucht. Immer öfter werden Fälle bekannt, in denen sich nordkoreanische Soldaten als einheimische Programmierer oder Datenbankadministratoren tarnen und für Jobs in den USA bewerben. Jobs, bei denen remote im Homeoffice (Nordkorea) gearbeitet wird und wo man deshalb auch nicht vor Ort (USA) sein muss. Weder zum Arbeiten, noch zum Bewerbungsgespräch. Das wird nämlich per Videokonferenz durchgeführt. Das Ganze ist allerdings weniger lustig, als es klingt. Seit Jahren warnen Behörden und Sicherheitsfirmen davor, dass weiterlesen