Über den Wolken
Wind Nord-Ost, Startbahn null-drei. Bis hier hör ich die Motoren. Wie ein Pfeil zieht sie vorbei. Und es dröhnt in meinen Ohren. Und der nasse Asphalt bebt. Wie ein Schleier staubt der Regen. Bis sie abhebt und sie schwebt. Der Sonne entgegen. Früher war Fliegen noch mit Begriffen wie Sehnsucht, Fernweh oder Urlaub in exotischen Ländern verknüpft. Wie sanftmütig, ja fast zärtlich, startet der Flieger in der berühmten Ballade von Reinhard Mey. Selbst das Dröhnen der Motoren wirkt mit der Melodie im Kopf eher wie das Säuseln einer Hummel auf einer Frühlingswiese. Ganz anders heute. Junge Menschen kleben sich mittlerweile weiterlesen