Bayerische Wortwahl

Der Pressesprecher des Münchner Polizeipräsidiums, Marcus da Gloria Martins, wurde im Juli 2016 über die Grenzen der bayerischen Landeshauptstadt berühmt, als er während des schrecklichen Amoklaufs bei McDonalds am OEZ stets ruhig, sachlich und besonnen blieb. In einem Interview mit dem „Tagesspiegel“ sagte er kürzlich, dass er überzeugt ist, „dass der überwiegende Teil derer, die heute soziale Medien benutzen, (…), für dieses Medium noch nicht bereit ist“. Da Gloria Martins spricht damit insbesondere die Münchner an, die in der Amoknacht auf Twitter & Co. Gerüchte gestreut und weitergeleitet haben. Die Polizei fordert seitdem unablässig insbesondere junge Menschen dazu auf, keine weiterlesen

Doppelt hält besser

Manche Dinge sind ohne etwas anderes irgendwie unvollständig. Was wäre zum Beispiel eine Fußballmannschaft ohne Torwart? Oder ein Reifen ohne Luft, ein Handy ohne SIM-Karte, ein Hotel ohne WLAN oder dieser Text ohne Sinn? Manche Dinge werden erst richtig gut, wenn sie nicht alleine sind. Dass dem auch im Internet so ist, das wollte Christopher Mims vom Wall Street Journal beweisen. Er schrieb einen Artikel (Übersetzung von t3n), in dem er behauptete, das Passwort sterbe aus, weil der tollste und sicherste Weg, sich irgendwo einzuloggen, die Zwei-Faktor-Authentifizierung sei. Ein Passwort alleine ist eine Ein-Faktor-Authentifizierung. Wer es kennt, kann sich damit weiterlesen

Wenn das Internet abgeschaltet wird

Das Internet heißt bei den Inuit „Ikiaqqijjuti“. Das klingt ein wenig wie der Vulkan, der uns vor ein paar Jahren seine Aschewolken um die Ohren spie und hunderte von Flugzeugen am Fliegen hinderte. In Wirklichkeit steht es für „Ein Schamane reist durch eine andere Dimension der physischen Welt“. Was für eine schöne Metapher. Eben jenes Ikiaqqijjuti möchte der türkische Ministerpräsident nun in Teilen abschalten, mit twitter und YouTube hat er seine Internetsperre schon mal begonnen. Da es aber keinen Schalter gibt, mit dem man das WWW oder einzelne Web-Dienste abschalten kann, bleibt dem demokratisch gewählten Politiker nichts anderes übrig, als weiterlesen