Balanceakt

Elon Musk kennen Sie vermutlich. Aber kennen Sie auch Peng Zhihui? Das sollten Sie aber, denn die zwei Herren sind aus der gleichen Branche. Also zu Hälfte. Aber der Reihe nach. Neben diversen Projekten unter und über der Erde ist Elon Musk das Gesicht von Tesla. Einem vierrädrigen Auto, das nicht nur elektrifiziert fährt, sondern auch von ganz allein. Tesla Autopilot nennt sich das System und ich habe schon öfter darüber berichtet.

Ein Tesla kann selbständig von A nach B fahren. Es gibt dutzende Videos auf YouTube in denen sich Menschen filmen, die schlafen oder lesen– während ihr Auto auf dem Highway dahinbrettert. Das, was Tesla da geschafft hat, ist schon super. Eine wirkliche technische Meisterleistung also. Allerdings hatten die Tesla Ingenieure es auch geradezu babyleicht. Denn: ein Tesla kippt nicht um. Und da kommt Peng Zihui ins Spiel. Der chinesische Bastler hat quasi einen halben Tesla nachgebaut. „Halb“ deswegen, weil Peng kein selbstfahrendes, vierrädriges Auto gebaut hat, sondern ein selbstfahrendes, zweirädriges Fahrrad. Ganz ohne Stützräder.

Lachen Sie nicht! Das ist viel schwieriger, denn ein Fahrrad kippt um! Ein Auto nicht. Mit Hilfe einer rotierenden Schwungscheibe sorgt Peng dafür, dass das das Rad im Gleichgewicht bleibt. So kann es ganz ohne Fahrer stehen. Und fahren. Vorwärts. Und sogar rückwärts. Das kriegen Sie selbst nicht hin, wetten? Pengs Fahrrad balanciert sich selbst sogar so gut aus, dass man ihm im Stand einen Einkaufskorb an den Lenker hängen kann, ohne dass es umfällt. Das nenne ich mal eine technische Meisterleistung. Auto kann ja jeder, wie neben Tesla auch BMW, Mercedes, Audi, VW und fast alle anderen KFZ-Hersteller beweisen.

Jetzt stellt sich nur die Frage … wozu braucht man ein Fahrrad, das ohne Fahrer fährt. Die Antwort ist ganz einfach. Überlegen Sie mal, wie toll das wäre. Man brettert mit seinem fetten SUV durch die engen Straßen Berlins und weil man gerade mit dem Instagram-Account auf dem Handy beschäftigt ist, macht es beim Abbiegen einen Schepperer. Wie erlösend muss es sein, wenn man aussteigt und merkt, dass man Glück hatte und ein Fahrrad ohne Fahrer erwischt hat. Keine Blutspritzer auf der Windschutzscheibe die so schwer rausgehen. Und keine Delle in der Motorhaube wegen der man extra in die Werkstatt muss. Jetzt sollte Herr Peng nur noch daran arbeiten, dass sein autonomes Rad keine unschönen Kratzer an der Stoßstange hinterlässt. Dann wäre alles perfekt.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=kCL2d7wZjU8

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