Cat-astrophe

Tierischer Vandalismus ist sicher jedem Haustierbesitzer irgendwie bekannt. Wir reden von der Katze, die sich in die Vorhänge hängt und diese dann mit den scharfen Krallen von oben nach unten in Streifen schneidet. Wir reden vom Wellensittich, der alle kleineren Porzellanfiguren in von der Schrankwand im Wohnzimmer runterwischt, weil er in Panik durchs Zimmer fliegt, als ihm der Ausbruch aus dem Käfig gelungen ist. Und wir reden von den Hunden, die aus purem Instinkt heraus auch mal ein Kissen ins Maul nehmen und kräftig „zu Tode“ schütteln, bis die Federn durchs Zimmer fliegen. In den USA, genauer gesagt in Kansas, weiterlesen

Fremdsprache Babygeschrei

Mit der richtigen App auf dem Handy ist das Reisen in fremde Länder heute noch einfacher, als es das vor der digitalen Revolution war. In meiner Jugend sorgte das Interrail Ticket dafür, dass ich in Sizilien auf der Verlobungsfeier eines Schafhirten dabei sein konnte und den vermutlich höchsten Promillewert meines gesamten Lebens intus hatte. Ich konnte zwar auch nüchtern kein Wort Italienisch, aber das war damals völlig egal. Auch in Spaniens Calella, dort waren wir auf ein Fußballturnier mit dem Verein eingeladen, verstand ich wie all meine Mitspieler kein Wort. Mit Händen und Füßen haben wir uns damals verständigt. Heute weiterlesen

Stau

Ein Stau ist in einer Großstadt keine Seltenheit. Im Gegenteil. Es ist eher Normalität, wenn sich Automobile Stoßstange an Stoßstange zäh weiterkämpfen durch den Asphaltdschungel des Feierabendverkehrs. In Austin, Texas gab es dieser Tage auch einen Stau. Der jedoch war etwas ungewöhnlich. In Austin gibt es viele selbstfahrende Autos, die Menschen von A nach B transportieren. Taxen ohne Fahrer quasi. Sie stammen von Firmen wie Cruise oder Waymo. Wir reden also nicht von selbstfahrenden Privat-PKW wie einem Tesla, wo ja trotzdem jemand am Steuer sitzt. Nun hatten zwei Autos von Cruise auf einer Kreuzung fast eine Kollision. Auf einem Video, weiterlesen

Mit Milch und Zucker

Der Betreiber eines Kölner Cafes hat die Benutzung von Laptops verboten. Schilder auf den Tischen weisen die Gäste darauf hin. Als Grund gibt der Gastronom an, dass er schließlich keinen Co-Working-Space anbiete. So heißen Büros, die man sich tages-, wochen- oder monatsweise mieten kann und deren Gemeinschaftsräume, also Besprechungsräume, Toiletten oder Küche, man sich mit den anderen Mietern teilt. Rafet Aydodgu, so heißt der Kaffeehausbesitzer, sagt in einer Erklärung, dass die arbeitenden Bürohengste viel Platz benötigen. Meist zwei oder mehr Plätze. Sie konsumieren außerdem weniger im Vergleich zur Laufkundschaft. Diese kommt, trinkt teuren Kaffee und macht dann Platz für die weiterlesen

Anschlag auf Anschläge

Vor ungefähr 22 Jahren lernte ich einen Professor der Universität Regensburg kennen. Professor Dr. Bartmann und sein Team hatten damals eine Software entwickelt, mit der man sich auf einem Windows Rechner sicher einloggen konnte, ohne dass man sich ein Passwort merken musste. Die Challenge lag darin, kein Geheimnis zu kennen (Passwort), sondern einen einfachen, vom System vorgegebenen Satz wie „Heute ist ein schöner Tag“ vom Bildschirm abzutippen. PsyLock, so hieß das Programm, wertete dann aus, wie ich den Satz eintippte. Jeder Mensch hat ein eigenes Tippverhalten, jeder Anschlag einer Taste ist anders – und wiederholt sich doch immer. So ist weiterlesen

Unbekannter Anrufer Teil 2

Letzte Woche habe ich darüber berichtet, wie man in vielen Fällen herausbekommen kann, wem die unbekannte Telefonnummer gehört, die einen gerade anruft. Es ging darum, nervige Telefon-Verkäufer von überteuertem Parmaschinken oder dubiose Investment-Experten von „supersicheren“ Anlagestrategien zu erkennen, bevor sie einem das Geld aus der Tasche ziehen. Ein paar Leser:innen haben mir geschrieben, dass sie diese Anrufe ebenso nerven. Da passt eine gute Nachricht ins Bild, denn wie unter anderem der Spiegel berichtet, hat die Bundesnetzagentur dieser Tage sage und schreibe 5.898 Rufnummern abgeschaltet, die für Enkeltrickbetrug genutzt wurden. Insgesamt sind dieses Jahr schon 7.799 Nummern elimiert worden, mit denen weiterlesen

Unbekannter Anrufer

Unvorstellbar, dass es eine Zeit gab, in der ein deutsches Ministerium nahezu alle Bundesbürger alphabetisch sortiert, mit Adresse und Telefonnummer aufgelistet, diese Liste dann in einem Buch abgedruckt und praktisch an jeder zweiten Straßenecke in einem regengeschützten gelben Häuschen für Alle bereitgestellt hat. Datenschutz war kein Thema. Eigentlich ein Wunder, dass es damals nicht mehr „Werbeanrufe“ gab. Obwohl ich heute nicht mehr im Telefonbuch eingetragen bin, klingelt mein Handy mindestens einmal pro Woche und es wird eine Nummer angezeigt, die ich nicht kenne. Oftmals aus Italien oder Frankreich, manchmal aus Deutschland und hin und wieder auch mit unterdrückter Rufnummer. Da weiterlesen

Markiere alle Ampeln

Ich. Hasse. Sie. Diese 4×4-Bilder, bei denen ich alle Bildausschnitte ankreuzen soll, auf denen eine Ampel zu sehen ist. Wenn ich es falsch mache, dann öffnet sich die angesteuerte Webseite nicht. Und ich liege immer falsch. Immer. Und dann muss ich erst ein neues Rätsel lösen. Dieses Mal nicht mit Ampeln. Sondern mit Zebrastreifen. Und weil ich auch da falsch liege, gibt es eine weitere Aufgabe. Jetzt soll ich alle Busse markieren. Danach Brücken, Feuerhydranten oder Treppenstufen. Und ich werde es wieder falsch machen. Ist auch kein Wunder. Muss man das Rechteck markieren, in dem ein winzig kleines Eckchen des weiterlesen

Bitte wenden

Blindes Vertrauen in unsere elektronischen Helfer kann uns schon mal Zeit oder Geld kosten – oder im schlimmsten Fall sogar das Leben. Sie kennen bestimmt diese Zeitungsmelden: „Autofahrer vertraut Navi und landet in U-Bahn-Station“ Das kommt immer wieder vor und die Bilder, die solchen Boulevard-Meldungen oft beigefügt sind, sind echt zum Lachen. Da stehen ratlose Feuerwehrleute um ein verbeultes KFZ, das am Fuße einer Treppe im Untergeschoß des Öffentlichen Nahverkehrs „geparkt“ wurde. Meistens ist es ja so, dass wir Menschen den Fehler machen – und nicht das Navi. Da war der Busfahrer, der 50 Belgier nach „La Plagne“ bringen sollte weiterlesen

Verständlich

Manchmal nuschele ich und werde nicht verstanden. Jetzt nicht so extrem wie Til Schweiger, aber immerhin so, dass mein Gegenüber mich nicht versteht. Schuld an der Misere bin ich, weil ich in solchen Momenten nicht klar und deutlich rede. Oder ich habe den Kopf gesenkt und schaue meinen Gesprächspartner nicht an. So bleiben meine Mundbewegungen verborgen, die gerade in lauten Umgebungen helfen, das gesprochene Wort zu verstehen. Irgendwo habe ich nämlich mal gelesen, dass nicht nur gehörlose Menschen Lippenlesen (können). Wir alle machen das unbewusst. Unser Gehirn bastelt dann bei Extremnuschlern oder Heavy Metall-Konzerten die Sätze aus der schlecht verstandenen weiterlesen