Bekannt aus Funk und Fernsehen

In seinem Blog wbs.legal hat der bekannte Internetjurist Christian Solmecke Anfang November einen spannenden Beitrag veröffentlicht. Wer Christian Solmecke nicht kennt … er ist bekannt aus Funk und Fernsehen. Auch bei YouTube, TikTok und so weiter ist er sehr bekannt. In dem genannten Blog-Beitrag des bekannten Juristen geht es um ein Urteil des Oberlandesgericht Hamburg, welches ein früheres, erstinstanzliches Urteil des Landgerichts Hamburg einkassiert hat. Es ging um eine Produktwerbung, bei der ein Unternehmen ein Produkt beworben hatte mit dem Hinweis: „Bekannt aus: Die Welt, ONLINE FOCUS, Frankfurter Allgemeine, N24, Der Tagesspiegel“. Ein Wettbewerbsverband hielt dies ohne konkrete Angaben oder weiterlesen

Im Namen des … Niemand

Kennen Sie das, wenn Sie in einer TEAMS- oder ZOOM-Videokonferenz sind und einer präsentiert irgendwas Langweiliges. Unternehmensziele des kommenden Jahres zum Beispiel oder irgendwelche Statistiken aus dem Bestellmanagement des letzten Monats. Alle Zuhörer schalten sich stumm und lauschen, einige schalten auch ihre Kamera ab. Was ich dann immer sehr witzig finde ist, wenn einer der Zuhörer angesprochen wird – und nicht antwortet, weil er/sie sich zwar eingewählt hat, aber die Zeit besser nutzt und zum Supermarkt gegangen ist. „Herr Schrödel, wie kann man sich denn zur Weihnachtsfeier anmelden?“ …. „Herr Schrödel?“ …. „Hallo? Sie sind doch im Call, oder? Hallo?“ weiterlesen

Anders, als man liest

An dieser Stelle habe ich schon des Öfteren über selbstfahrende Autos geschrieben. Ebenso über KI, also künstliche Intelligenz. Und auch über Fake News, also falsche Nachrichten. Heute schreibe ich hier so ein bisschen das Überraschungs-Ei für Sie. Doch statt Spannung, Spiel und Schokolade, gibt es drei unterschiedliche Themen. Denn ich schreibe nicht nur über selbstfahrende Autos, sondern auch über die KI, mit der sie gesteuert werden. Und ich muss bekloppt sein … ich lege noch einen drauf und packe in diesen Text auch noch ein bisschen Fake News. Wer das jetzt nicht liest, ist also selbst schuld. Seit zwei Monaten weiterlesen

Ich weiß, wo Du bist.

Immer wieder lasse ich meinen Geldbeutel, Schlüssel oder sonst was irgendwo stehen oder liegen. Das hat sich geändert, seit ich praktisch überall kleine Trackinggeräte reinstecke. Ich liebe diese kleinen Helfer. Sie teilen mir immer mit, wo meine Sachen sind. Mit ihnen habe ich meinen Koffer bis zum Zielflughafen im Blick, wenn er nach dem Checkin am Flughafen auf dem Förderband in den Katakomben der Gepäcksortieranlage verschwindet. Mit ihnen schütze ich mein Fahrrad vor langen Fingern. Selbst mein Geldbeutel hat eine kleine Tasche, in der ein airTag sitzt und mich auf dem Smartphone erinnert, wenn ich in die Tiefgarage zum Auto weiterlesen

Up in den Himmel

Der VW Up ist ein Erfolgsmodell. Den Kleinwagen gibt es seit 2011 und er war teilweise so beliebt, dass Volkswagen die Auftragsbücher zuklappen musste, weil die Fabriken gar nicht hinterherkamen mit dem Bauen. Nun werden die Bestellkanäle des beliebten Kleinwagens endgültig geschlossen. Der Up wird eingestellt und die Begründung ist schon sehr speziell und unerwartet. Der Markenvorstand des Automobilkonzerns, Thomas Schäfer, sagte laut übereinstimmenden Medienberichten, dass es an der Cybersecurity liegt – also an der IT-Sicherheit. Sie haben richtig gelesen, es liegt an der Sicherheit der Bits und Bytes. Nicht an ADAC Crashtests, nicht an zu wenigen Airbags und auch weiterlesen

Cat-astrophe

Tierischer Vandalismus ist sicher jedem Haustierbesitzer irgendwie bekannt. Wir reden von der Katze, die sich in die Vorhänge hängt und diese dann mit den scharfen Krallen von oben nach unten in Streifen schneidet. Wir reden vom Wellensittich, der alle kleineren Porzellanfiguren in von der Schrankwand im Wohnzimmer runterwischt, weil er in Panik durchs Zimmer fliegt, als ihm der Ausbruch aus dem Käfig gelungen ist. Und wir reden von den Hunden, die aus purem Instinkt heraus auch mal ein Kissen ins Maul nehmen und kräftig „zu Tode“ schütteln, bis die Federn durchs Zimmer fliegen. In den USA, genauer gesagt in Kansas, weiterlesen

Fremdsprache Babygeschrei

Mit der richtigen App auf dem Handy ist das Reisen in fremde Länder heute noch einfacher, als es das vor der digitalen Revolution war. In meiner Jugend sorgte das Interrail Ticket dafür, dass ich in Sizilien auf der Verlobungsfeier eines Schafhirten dabei sein konnte und den vermutlich höchsten Promillewert meines gesamten Lebens intus hatte. Ich konnte zwar auch nüchtern kein Wort Italienisch, aber das war damals völlig egal. Auch in Spaniens Calella, dort waren wir auf ein Fußballturnier mit dem Verein eingeladen, verstand ich wie all meine Mitspieler kein Wort. Mit Händen und Füßen haben wir uns damals verständigt. Heute weiterlesen

Stau

Ein Stau ist in einer Großstadt keine Seltenheit. Im Gegenteil. Es ist eher Normalität, wenn sich Automobile Stoßstange an Stoßstange zäh weiterkämpfen durch den Asphaltdschungel des Feierabendverkehrs. In Austin, Texas gab es dieser Tage auch einen Stau. Der jedoch war etwas ungewöhnlich. In Austin gibt es viele selbstfahrende Autos, die Menschen von A nach B transportieren. Taxen ohne Fahrer quasi. Sie stammen von Firmen wie Cruise oder Waymo. Wir reden also nicht von selbstfahrenden Privat-PKW wie einem Tesla, wo ja trotzdem jemand am Steuer sitzt. Nun hatten zwei Autos von Cruise auf einer Kreuzung fast eine Kollision. Auf einem Video, weiterlesen

Mit Milch und Zucker

Der Betreiber eines Kölner Cafes hat die Benutzung von Laptops verboten. Schilder auf den Tischen weisen die Gäste darauf hin. Als Grund gibt der Gastronom an, dass er schließlich keinen Co-Working-Space anbiete. So heißen Büros, die man sich tages-, wochen- oder monatsweise mieten kann und deren Gemeinschaftsräume, also Besprechungsräume, Toiletten oder Küche, man sich mit den anderen Mietern teilt. Rafet Aydodgu, so heißt der Kaffeehausbesitzer, sagt in einer Erklärung, dass die arbeitenden Bürohengste viel Platz benötigen. Meist zwei oder mehr Plätze. Sie konsumieren außerdem weniger im Vergleich zur Laufkundschaft. Diese kommt, trinkt teuren Kaffee und macht dann Platz für die weiterlesen

Anschlag auf Anschläge

Vor ungefähr 22 Jahren lernte ich einen Professor der Universität Regensburg kennen. Professor Dr. Bartmann und sein Team hatten damals eine Software entwickelt, mit der man sich auf einem Windows Rechner sicher einloggen konnte, ohne dass man sich ein Passwort merken musste. Die Challenge lag darin, kein Geheimnis zu kennen (Passwort), sondern einen einfachen, vom System vorgegebenen Satz wie „Heute ist ein schöner Tag“ vom Bildschirm abzutippen. PsyLock, so hieß das Programm, wertete dann aus, wie ich den Satz eintippte. Jeder Mensch hat ein eigenes Tippverhalten, jeder Anschlag einer Taste ist anders – und wiederholt sich doch immer. So ist weiterlesen