Sie sehen heute wieder glänzend aus

Eine der spannendsten und schnellsten Sportarten ist Hockey, Feldhockey. Da geht es rauf und runter und auch mal hart zur Sache. Der Unterschied zum Fußball: Beim Hockey fällt niemand zu Boden, wenn sich die Trikots im Vorbeilaufen berühren. Da schreit und wälzt sich nach einem Stupser auch niemand minutenlang im Gras, um wie von der heiligen Maria geheilt wieder aufzuspringen, wenn der Schiedsrichter doch nicht pfeift. Selbst die Mädels der Jugendmannschaften laufen nach ein paar Minuten Eis auf der Backe wieder aufs Feld, nachdem sie den (steinharten!) Ball voll in die Fresse bekommen haben. Chapeau! Liegt ein Hockeyspieler länger auf dem Kunstrasen, ist es wirklich ernst. Da kann sich der Schau- und Fußballspieler Neymar ruhig mal eine Scheibe abschneiden.

Leider ist Hockey im Vergleich zum Fußball eher Randsportart. Um so erstaunlicher ist es, mit welcher Professionalität die Vereine vorgehen. Selbst in unteren Spielklassen übertragen viele Vereine die Amateur-Spiele als Livestream ins Internet. Da werden Kameras gekauft und Internetanschlüsse mit fettem Upstream geschaltet. OK, zugegeben, die Qualität dieser Live-Übertragungen ist nicht immer die Beste. Sie hängt oftmals sehr von den Kamerakindern ab, wie konsequent sie dem Ball folgen und auch mal ranzoomen.

Zum Glück gibt es nun Abhilfe. Der Hersteller Pixellot bietet Kameras an, die mit künstlicher Intelligenz gesteuert werden und eine Sportübertragung so vollautomatisch zum qualitativ hochwertigen Event machen. Die Software, die die Linse steuert, erkennt selbstständig den Ball und folgt diesem dann ohne Zutun eines Menschen. Zusätzlich zoomt sie bei Strafraum- oder Kreisszenen automatisch ran. Der Zuschauer ist also immer mittendran, statt nur dabei.

Das funktioniert meistens gut und nicht nur beim Hockey. Bei einem Spiel der zweiten Fußball-Liga in Schottland ging nun allerdings etwas gehörig schief. Die von der Pixellot-Software gesteuerte Kamera folgte nicht dem Ball, sondern dem Linienrichter. Der Grund war die tiefstehende Sonne. Und noch etwas anderes: Der Schiedsrichter trug „FKK auf höchster Ebene“. Seine Glatze reflektierte das Sonnenlicht derart, dass der runde, helle Kopf so stark glänzte, dass er von der künstlichen Intelligenz für den Ball gehalten wurde. Die Kamera folgte daher nicht dem Spielgerät, sondern dem Unparteiischen an der Linie, wie er auf und ab lief. Am Ende haben alle herzlich gelacht. Zum Glück hat sich deswegen niemand in die Haare gekriegt. Alles glatt gelaufen, im wahrsten Sinne des Wortes.

Screenshot


Bildnachweis: Screenshot aus dem Video des Spiels (bearbeitet)

https://www.youtube.com/watch?v=9zoJP2FkpgU

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