Der, die, das – wieso, weshalb, warum?

Die Genderdiskussion geht mir total auf den Zeiger! Sie ist das neue 
Jahr-2000-Problem und am schlimmsten ist die IHK!

Liebe Leser! Ups. Um political correct zu sein, hätte ich “Liebe Leserinnen und Leser” schreiben müssen – mindestens jedoch “Liebe LeserInnen!” Ganz ehrlich, die so genannte Genderdiskussion nervt mich total. Ein “Liebe Leser” schließt selbstverständlich auch Leserinnen mit ein. Das ist sogar grammatikalisch korrekt, da die Mehrzahl von Leser männlich und weiblich bezeichnet, sofern mindestens ein Mann dabei ist.

In manchen Ländern kann man sich jetzt sogar ein gänzlich anderes Geschlecht eintragen lassen –  wenn man das will oder sich so fühlt. Das zeigt, dass wir eine tolerante Gesellschaft sind. Programmierer stehen damit aber vor einem Problem. Bis dato war es nämlich möglich, das Geschlecht mit der kleinstmöglichen Speichereinheit zu speichern. Ein bit reichte aus, und das kennt nur zwei Zustände: 0 und 1. Wie auch immer man das verknüpft, bedeutet das dann wahr oder falsch, schwarz oder weiß, an oder aus – oder eben: männlich oder weiblich.

Müsste man nun Metrosexuell, Unbestimmt oder Intersexuell auch zulassen, dann reicht ein bit nicht mehr aus. Im schlimmsten Fall muss die Software umprogrammiert und die Datenbank angepasst werden. Im Prinzip beschert uns die Genderdiskussion also nichts anderes, als ein neues Jahr–2000-Problem. Damals musste man von zwei auf vier Stellen wechseln, um eine Jahreszahl zu speichern.

Übrigens: Menschen, die sich keinem der klassischen Geschlechter zuordnen lassen können oder wollen, sind bei mir mit “Liebe Leser” natürlich ebenso angesprochen. Ich verkneife mir das “…innen” und den Rest einfach.

Sie finden das ignorant? Ich schwöre Ihnen, wenn Sie mal die Freude haben, an einer Festrede der IHK teilzunehmen, dann werden Sie Ihre Meinung ändern. Letztens begrüßte ein IHK Präsident alle anwesenden Professorinnen und Professoren, Doktorinnen und Doktoren, Ministerinnen und Minister, Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer, Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner, Direktorinnen und Direktoren, Lehrerinnen und Lehrer, …. Ich hab’s JEDEM angesehen. Allen im Saal war die Genderdiskussion plötzlich so was von egal. Ob Männlein, ob Weiblein oder etwas anderes, wir alle dachten uns nur: “Mach hin, Alter. Ich hab Hunger, ich will zum Buffet.”

Ein Kommentar zu “Der, die, das – wieso, weshalb, warum?

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