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„Warum sollte ich, ich habe doch nichts zu verbergen“ höre ich immer wieder, wenn ich frage, warum Menschen nicht verschlüsseln.

Stellen Sie sich vor, ein Journalist verschlüsselt nur einige Mails an bestimmte Empfänger. Jeder weiß doch dann sofort, dass da brisante Informationen ausgetauscht werden. Wenn alle verschlüsseln, fällt das nicht auf. Dann schützen wir Journalisten und Whistleblower. Stellen Sie sich vor, in China surft jemand mit Verschlüsselung, um zu verschleiern, welche Webseiten er liest. Die wissen doch sofort, wer der Regimekritiker ist. Nutzen alle den Tor-Browser fällt keiner auf. Dann schützen wir so Dissidenten in totalitären Staaten und Diktaturen.

Verschlüsselung schütztAndererseits erkennt die Polizei den Bankräuber an seiner Maske. Tragen hingegen alle Menschen Masken, würden die Ermittlungsbehörden es nicht so einfach haben. Wir werden also auch Verbrecher schützen, wenn wir alle Verschlüsselung einsetzen. Ich kann daher verstehen, dass der Staat Verschlüsselungsmethoden (Masken) gerne verbieten möchte.

Aber wäre es nicht absurd, Skimasken aus dem Sportgeschäft, Kabelbinder aus dem Baumarkt und schnelle Autos für alle zu verbieten, weil ganz wenige damit ein Verbrechen begehen könnten? Skimasken schützen uns vor Erfrierungen, Kabelbinder schützen vor Stolperfallen und schnelle Autos puschen unsere Wirtschaft und sind Teil unseres freien Lebens. Sie werden nicht verboten, nur weil einige wenige damit Banken ausrauben, Menschen fesseln oder flüchten könnten.

Verschlüsseln wir alle unsere Festplatten, den Internetverkehr und unsere Mails, dann schützen wir primär uns alle und unsere Daten. Vor Datendieben und vor wirtschaftlichen Konkurrenten, aber auch vor Angehörigen oder Nachbarn. Nicht zuletzt aber schützt Verschlüsselung uns selbst davor, dass unsere Daten, Kreditkarteninformationen und Zugangsdaten veröffentlicht werden, wenn ein Internetanbieter einen Programmierfehler gemacht hat. Oder weil wir selbst unachtsam waren.

Was fehlt: Verschlüsselung muss einfach da sein. So wie heute schon beim Online-Banking, da kriegen wir das gar nicht mit. Wenn Computerlaien Dutzende, untereinander inkompatible Zusatztools und Add-ons installieren müssen, dann wird das nix. Die Hersteller sind also in der Pflicht, Verschlüsselung alltagstauglich zu machen, damit wir sie gar nicht bemerken … denn es muss ja niemand wissen, dass ich xbbgxgievkhevfknxuifakxe.


Hinweis: Prof. Bernhard Esslinger hat eine wunderbar einfache Anleitung für Mac, Windows (Outlook), Android und das iPhone erstellt, um Mails zu signieren und zu verschlüsseln (Sichere E-Mail am PC und mit dem Smartphone mit S/MIME; am PC werden die E-Mail-Clients Thunderbird und Outlook genutzt; auf den Smartphones jeweils gängige Mail-Clients).

https://www.anti-prism-party.de/downloads/sichere-email-am-pc-und-mit-dem-smartphone-anleitung.zip

Bildnachweis: fotolia

3 Kommentare zu “xbbgxgievkhevfknxuifakxe

  1. Verschlüsselung muss man nicht nur machen, sondern auch die richtige Methode einsetzen. Nicht so wie ich hier.
    Wer als erstes als Kommentar hier hinterlässt, was xbbgxgievkhevfknxuifakxe bedeutet und was das Schlüsselwort ist, bekommt ein signiertes Buch von mir. Die hier eingesetzte Verschlüsselung ist nach heutigem Wissen nämlich ganz und gar nicht sicher, für Online-Banking & Co. also ungeeignet. Dafür lässt sie sich mit Bleistift und Papier lösen. Viel Spaß!

    • „xbbgxgievkhevfknxuifakxe“ ist mit der Vigenère-Verschlüsselungsmethode verschlüsselt, wobei als Schlüssel das Wort „ENIGMA“ verwendet wurde. Der Klartext lautet in diesem Fall „totalgerneverschluessele“.

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