Jetzt wird es schräg!

In Großbritannien verlieren Firmen etwa 4,7 Milliarden Euro pro Jahr, weil die Mitarbeiter während der Arbeitszeigt zu lange auf der Toilette sind. Denn dort wird sich nicht nur ums große und kleine Geschäft gekümmert, sondern auch noch gezockt. Am Handy! Mit Spielen wie Candy Crush, dem Lesen der Twitter Timeline oder anderen sozialen Netzwerken. Ähnlich hohe Verluste wie im Vereinigten Königreich dürfte es in Deutschland geben. Denn über 80% der Menschen nehmen ihr Handy regelmäßig mit aufs Klo und kommen vor lauter Surfen und Spielen vom Thron gar nicht mehr runter.

Der Gang zum Lokus zählt, ähnlich wie das Trinken, zu den kurzen Unterbrechungen der Arbeitszeit und darf nicht abgezogen werden. Nun galt dies aber schon zu Zeiten, in denen es noch gar kein Handy gab. Ist die Regelung also überholt? Nun, als Arbeitgeber könnte man ja überlegen, das Mitnehmen des Smartphones aufs Klo zu verbieten, was aber a) gar nicht zulässig und b) obendrein auch kaum überprüfbar ist.

Nun endlich gibt es aber eine Lösung für dieses Problem! Die Firma „StandardToilet“ hat eine Kloschüssel entwickelt, die die Dauer einer Sitzung auf rund fünf Minuten begrenzt. Nicht etwa durch einen Elektroschock am Hintern oder einen nervigen Wecker. Nein, die neue Kloschüssel ist im wahrsten Sinne des Wortes eine richtig schräge Erfindung. Und zwar genau 13° schräg. Und das sei – so der Entwickler – nicht nur für Firmen positiv, weil die Mitarbeiter schneller wieder am Schreibtisch sitzen. Das ist auch da gut, wo es immer lange Schlangen vor den Klos gibt. An Autobahnraststätten, in Einkaufszentren oder in Zügen.

Die Sitzfläche der fiesen Toilette verläuft nicht parallel zum Boden, sondern neigt sich leicht nach vorne. Das macht das Sitzen keinesfalls unbequem. Erstmal jedenfalls. Wie bei einer leichten Kniebeuge verspürt man aber schon nach wenigen Minuten einen Druck in den Beinen. Und der wird von Sekunde zu Sekunde unangenehmer.

Von dem Sitz will man schnell wieder runter – sagt der Erfinder der schrägen Schüssel.

Wer sich sowas ausdenkt ist in meinen Augen kein Erfinder, sondern das, was die Leute auf die Klobrille setzen: ein Arsch! Da lobe ich mir doch eher die Japaner. Die haben so richtig bequeme Toiletten. Mit Sitzheizung, Wasserstrahl-Massage, Komfortdusche und Trockenföhn. So ein Teil kostet dann zwar über 10.000€, dafür spart man sich aber das Toilettenpapier. Und man muss obendrein nicht mal mehr zum Abputzen die Hände vom Handy nehmen.


Bildnachweis: Werbevideo „StadardToilet“

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