Quellenangabe siehe Anhang

Bei mehreren hundert Millionen Emails pro Tag (siehe Grafik 1) kann das schon mal passieren. Sie kennen das sicherlich auch. Da ist man in Eile, der Kollege ruft hektisch „Meeting fängt an!“ und Sie haben fast 90% der Email schon fertig geschrieben … und die soll dann gefälligst schnell noch raus. „Wie besprochen sende ich Ihnen hiermit ….“ steht da und mit dem Klick auf „Senden“ fällt es Ihnen auf …: Mist! Anhang vergessen. Also schnell noch in den Ordner „Gesendete Objekte“, die eben verschickte Mail anklicken, Anhang einfügen und eine kurze Entschuldigungsfloskel hinschreiben „Sorry, Anhang vergessen“ – und nochmal weiterlesen

Die Nummer zur Nummer

Wenn Jungs früher Knutschen wollten, dann brauchten sie nur behaupten, dass sie eine total seltene Briefmarkensammlung haben. Die Mädels mussten dann nur selbst Interesse an abgelecktem Briefporto vorgaukeln, wenn sie auch Bock auf Knutschen hatten. Und wenn nicht, brauchten sie nur sagen, dass sie schon die ganzen Marken von Peter gesehen haben. So einfach war das. Klare Regeln, die jeder verstand. Heute sammelt niemand mehr Briefmarken. Die Zeiten ändern sich halt. Ein paar Jahre später, wenn Petting oder mehr auf dem Programm stand, weil Knutschen was für Kinder ist, fragte man in der Disco nach der Telefonnummer. Wenn man die weiterlesen

Jetzt gibt es kein Zurück mehr

Na, sind Sie letzte Woche auch im Einkaufszentrum gewesen? Geschenke umtauschen? Meist ist ja zwischen Weihnachten und Neujahr noch mehr los, als vor der Geschenkpapier-Orgie unter dem Nadelbaum. Zum Glück sind die meisten Geschäfte sehr kulant und nehmen Sachen in Originalverpackung auch mal ohne Kassenbon zurück. In diesem Fall freilich nur gegen Gutschein, aber immerhin kann man die Krawatte von Tante Irma in eine CD oder ein gutes Buch eintauschen. Letzteres hingegen bekommen sie nicht so leicht wieder los. Wer einen ungeliebten Schmöker zurückgeben möchte, muss peinlich genau darauf achten, dass das Buch unbenutzt aussieht. Aber Umtauschen geht wenigstens, bei weiterlesen

Stade Zeit

Vor ein paar Tagen haben mich ein paar Ex-Kollegen zum traditionellen Weißwurstfrühstück meiner ehemaligen Abteilung eingeladen. Natürlich wurde viel geredet und erzählt, man hat sich halt schon länger nicht mehr mehr gesehen. Während eines Gesprächs hörte ich vom Nachbartisch mit „halbem Ohr“ Gesprächsfetzen mit. Zwei Kollegen legen jetzt extra – also mit voller Absicht – Termine in die Mittagspause. Ich versuchte mich auf das Gespräch zu konzentrieren, schaffte das aber nicht, weil ich selber gerade jemand anderem zuhörte. Frauen können das angeblich: Zwei Gesprächen gleichzeitig lauschen. Für mich ist das ein Ding der Unmöglichkeit. Trotzdem habe ich mich gefragt, warum weiterlesen

Ein Toast auf unsere Handys

Dass Marmeladenbrote immer mit der Seite auf den Boden fallen, auf der der Fruchtaufstrich ist – das weiß jedes Kind. Der Physiker Robert Matthews hat das jedoch sogar in einer wissenschaftlichen Arbeit bewiesen. Für seine Aufzeichnungen über die Rotationsgeschwindigkeit von fallenden Toasts wurde er 1996 mit dem Nobel Preis ausgezeichnet. Freilich nicht dem echten, sondern dem Thema entsprechend mit dem “Ig-Nobel-Preis“, einer Parodie auf die höchste wissenschaftliche Auszeichnung. Fast 20 Jahre später könnte Matthews diesen Preis erneut erhalten. Um das Double zu gewinnen verfasste er nämlich im Auftrag von Motorola eine Arbeit über das gleiche Thema, jedoch mit anderen Teilnehmern. weiterlesen

Ist gleich, heißt nur anders.

Am Ende der Grundschule fing es doch schon an, oder? So in der vierten Klasse. Da musste man sich schon damit rumschlagen. Was für ein Unsinn. Hätten die sich nicht darauf einigen können, dass es überall identische Einheiten gibt? Meter, Zoll, Inch, Foot. Immer muss man alles umrechnen. Ach so, ein Zoll ist auch noch ein Inch? Ist gleich, heißt nur anders? Da blickt doch keiner durch. Wenn man heute einen neuen Fernseher kauft, dann stehen da Geräte mit 40“, 48“, 55“ oder 65“ (Zoll) rum. Die Größenangaben bei Fernsehern beschreiben die Bildschirmdiagonale. Eine wie ich finde völlig unsinnige Angabe. weiterlesen

Zweiter V. Orname

Holla die Waldfee, ist die Zeitung dick! Klar, bald ist Weihnachten und nun versucht jeder, seine Waren als passende Geschenke anzupreisen und druckt Prospekte ohne Ende. Ich würde jetzt auch Prospekte in Zeitungen einlegen lassen und natürlich würde ich meine Prospekte auch per Post verschicken. Am besten mit persönlicher Anrede.  Direktmarketing nennt sich das. Praktischerweise kann man dazu Datensätze mit Adressen kaufen. Eine lukrative Sache – für beide Seiten. Die einen verkaufen Adressen, die anderen verkaufen dadurch mehr. Man kann heute aber nicht nur „einfache Adressen“ kaufen. Es gibt auch „fette Adressen“. Adressen die mit Informationen angereichert sind. Wer Straße weiterlesen

Verschollen im Google-Dreieck

Was Google nicht kann, ist Gedanken lesen. Obwohl Sie daran garantiert auch schon arbeiten. Ansonsten speichert Google alles, was es an Informationen gibt. Google kennt alle Webseiten im WWW und somit auch alles, was auf diesen Seiten im Netz geschrieben steht. Google kennt Bilder von allem, was es gibt. Google kennt Dank Streetview fast jede Straßenkreuzung auf diesem Planeten und weiß, wie es dort aussieht. Google weiß auch, wie es auf dem Mond aussieht – oder unter Wasser. Google analysiert automatisch Texte und versucht, deren Inhalt zu verstehen. Google saugt alles auf und katalogisiert es für unsere Suche. Nun, wer weiterlesen

Nun hör mir doch mal zu!

Nach den bestialischen Anschlägen in Paris am 13.11.2015 hieß es relativ schnell in den Medien, dass es sich um eine koordinierte, von Außen gesteuerte Aktion gehandelt haben müsse. Die Terroristen haben vorher miteinander kommuniziert und sich abgestimmt. Nur, wie haben sie das gemacht, ohne dabei aufzufliegen? Es ist bekannt, dass die Five-Eyes (die Geheimdienste der USA, Kanadas, Großbritanniens, Australiens und Neuseelands) so ziemlich alles überwachen, was an Email, Telefonaten, Skype oder WhatsApp-Chats von und zu bekannten Gefährdern und irgendwie auch nur in die Richtung der Länder geht, die mit ISIS in Verbindung stehen. Auch Frankreich hat schon seit 2006 eine weiterlesen

Frisch erpresster Datensalat

Seit Jahren sagen Leute zu mir: „Auf einem Mac brauche ich doch keinen Virenscanner, weil es da gar keine Viren gibt. Oder?“ Und ich antworte immer: „Doch, natürlich gibt es auch Viren für den Mac. Und deshalb sollten Sie auch dort einen Virenschutz haben.“ Tatsächlich gibt es im Vergleich zu einem Windows-PC aber deutlich weniger Schadsoftware die ein Gerät mit dem Apfel-Logo angreift. Das liegt aber daran, dass es auch viel weniger Macs gibt, im Vergleich zu PCs mit Windows-Betriebssystem. Trotzdem gibt es natürlich auch Viren für den Mac. Aktuell grassieren für Apfelgeräte zum Beispiel die Schadprogramme, die einem alle weiterlesen