Mitfahrgelegenheit mit Fensterplatz

Am 20. November 1985 kam das allererste Windows auf unsere Computer. Jetzt, knapp 30 Jahre später ist Windows 10 fertig und wird bereits verteilt. Ja, verteilt. Man muss es gar nicht mehr kaufen. Erstmals gibt Microsoft ein neues Windows kostenlos her – zumindest sofern man schon eine gültige Version der Vorgängerversion Windows 7 oder 8 hat. Bedenkt man, dass die Firma aus Redmond, USA einen Großteil ihrer Umsätze mit dem Verkauf von Betriebssystem-Lizenzen macht, dann ist das erstaunlich. Tatsächlich steckt aber Kalkül hinter der Entscheidung. Microsoft möchte kein zweites XP-Desaster haben. Das 2001 veröffentlichte Windows XP war (ist!) nämlich so weiterlesen

Das macht alles keinen SIM – ein Spiel mit falschen Karten

Seit es Handys gibt, brauchen wir SIM-Karten, um mobil telefonieren zu können. Schließt man einen Handy-Vertrag ab, bekommt man eine SIM-Karte, setzt diese ins Handy ein und wartet bis sie aktiviert wird. Will man den Anbieter wechseln, muss man sich eine neue SIM-Karte besorgen. Die gibt es die zwar fast überall, aber: Man muss sich eine neue Karte besorgen, diese einsetzen – und warten bis sie aktiviert ist. Wäre es nicht besser, wenn man seine SIM-Karte beim Providerwechsel einfach mitnehmen könnte? So wie sein alte Rufnummer auch? Der neue Anbieter programmiert die SIM-Karte online um – fertig. Eine Wechsel-SIM ist weiterlesen

Spam vs. Mail: Ring frei zur nächsten Runde!

Hurra! Es gibt etwas zu feiern! In keinem einzigen Monat der letzten zehn Jahre gab es – im Verhältnis zu echten Emails – so wenige SPAM Mails wie im Juni 2015. Das zumindest sagt eine aktuelle Studie der Sicherheitsfirma Symantec. In der Blütezeit des SPAM wurden in einem Monat bis zu 5,7 Billionen Mails registriert, die Penisverlängerungen oder unglaublich günstige Kredite versprachen. Das war 2009 und seitdem ist einiges passiert, um dieser Flut Einhalt zu gebieten. Insbesondere Microsoft geht heute sehr aktiv gegen Botnets vor. Über Botnets werden die meisten der nervigen Werbemails verschickt. Das sind hunderte oder tausende Computer weiterlesen

Main-Stream Musik

Nur Boybands machen schlimmere Musik als Alles bei Streaming Diensten wie Apple Music oder Spotify – so ähnlich scheint das zumindest Neil Young zu sehen. Als Jugendlicher saß ich gerne mit dem Kassettenrekorder vor dem Radio, um die zehn beliebtesten Songs der Woche auf Magnetband zu bannen. Regelmäßig schrie ich dabei laute Flüche durch die Wohnung, wenn der Moderator am Anfang oder Ende des Liedes mal wieder hineinquatschte. Knapp 25 Lieder bekam ich auf die zwei Seiten einer Kassette und Dank meines Walkman hatte ich die immer mit dabei. Heute trage ich (virtuell zumindest) eine Unmenge mehr Lieder mit mir weiterlesen

Mer losse d’r Dom en Kölle. Oder auch nicht.

Digitalkameras speichern in den EXIF Daten u.U. auch den Ort der Aufnahme … der stimmt nur nicht immer, was für das Finanzamt problematisch ist. Früher musste man im Urlaub langweilige Gebäude fotografieren, damit die Freunde einem auch wirklich geglaubt haben, dass man dort war, wo man gesagt hat, dass man hinfährt. Also stellte man sich zwangsläufig immer vor den Eiffelturm in Paris oder die Freiheitsstatue in New York – weil die halt jeder kennt – und lies sich ablichten. Heute ist das zum Glück anders. Da kann man sich vor einen x-beliebigen Baum stellen – den keiner kennt – und weiterlesen

Self-made Idiots

Von #nomakeupselfies, Duckface und selfie-sticks: Was man wissen muss, um sich garantiert kräftig zu blamieren – und das auch noch aufs Bild bekommt. Selfies sind manchmal einfach nur scheußlich. Insbesondere wenn sich „Stars“ nach dem Aufwachen ungeschminkt ins Rampenlicht setzen. Mit Duckface wird die Bildästhetik dann sogar noch mit den Lippen bzw. Füßen getreten. Manche Selfies sind aber eine echte Gefahr. Besser gesagt: die Macher der Selfies sind eine Gefahr … für sich und für andere. So verbietet die Stadt Pamplona Selfies während der jährlichen Hetze der Stiere durch die engen Gassen. Sie befürchtet, dass die Mitläufer sich noch größerer weiterlesen

Wer hat an der Uhr gedreht?

Die Erde wird langsam dick und fett … deshalb gibt es mal wieder eine Schaltsekunde. Die Folge: Flüge werden ausfallen und Computer abstürzen. Bis zu drei Pirouetten pro Sekunde schafft eine Prima-Ballerina – jedoch nur, wenn sie die Arme eng am Körper hält. Fährt sie ihre Arme aus, dann wird sie gebremst. Drehimpulserhaltung nennt sich das. Das gleiche passiert mit unserer Erde. Sie dreht sich seit Jahrmillionen in 86.400 Sekunden – also 24 Stunden – einmal um sich selbst. Durch Gezeitenwasser und tektonische Plattenverschiebungen bekommt Mutter Erde jedoch leichte “Speckröllchen” am Bauch und verformt sich ein klitzekleines bisschen in Richtung weiterlesen

Malen statt Zahlen

Beim Zugang zum Online Banking wird die PIN durch kleine bunte Bildchen abgelöst. Auf den ersten Blick ist das sicherer, auf den zweiten auch? Beim Blick auf das eigene Bankkonto werden einige grinsen. Andere hingegen können sicherlich sofort losheulen, ob der gähnenden Leere, die sich dort vorfindet. Diese verschiedenen Gesichtsausdrücke hat sich die amerikanische Firma Intelligent Environments nun zum Vorbild für eine sichere Zugangsvariante beim Online Banking genommen. Sie schlägt vor, keine numerischen Pins mehr zu nehmen, sondern einfach vier Emoticons. Smileys am Computer gibt es schon seit 1982 und im Laufe der Jahre haben sich auch geographische Unterschiede gebildet. weiterlesen

Bitte nicht füttern

Im Zoo war das Füttern der Tiere ja schon immer verboten. Das gilt auch im Internet. Wie das zusammenhängt? Stellen Sie sich vor, Sie haben unangenehme Nachbarn. Nachbarn, die jeden Abend ab 22:00 die Musik laut aufdrehen, die ihren Müll im Gang abladen, die nie die Treppe putzen wenn sie dran sind und die alle Fahrradständer mit unbenutzbaren Schrotträdern blockieren. Nachbarn, die Sie permanent beschimpfen, wenn sie Sie sehen. Jede Diskussion um das „Warum?“ wird mit immer heftigeren Beleidigungen quittiert. Irgendwann werden Sie umziehen – garantiert. Solche „Nachbarn“ nennt man im Internet „Trolle„. Sie vergiften absichtlich die Atmosphäre bei Chats weiterlesen

Der Ball ist im Netz

In der fünften spanischen Liga spielten dieses Jahr zwei Mannschaften um den Aufstieg. Am letzten Spieltag lag Racing Valverdeno einen Punkt vor CD San Servan. Beide Mannschaften hatten noch ein Spiel. Zeitgleich, allerdings nicht gegeneinander. Der versierte Fußballfachmann (oder –frau) wird sofort erkennen, dass Racing Valverdeno nur nicht schlechter spielen durfte als Konkurrent CD San Servan, um den Aufstieg zu schaffen. Gewann San Servan, musste man selbst auch gewinnen. Spielten die unentschieden, konnte man sich das auch erlauben und wenn San Servan verlor, würde Racing Valverdeno selbst mit einer eigenen Niederlage das Aufstiegsspiel erreichen. Man musste den Konkurrenten also im weiterlesen