Liebe Lufthansa, bitte streikt weiter, damit ich mich rächen kann!

Lufthansa annuliert wegen StreikDer aktuelle Streik bei der Lufthansa geht mir schon wieder sowas von auf den Zeiger, dass ich beschlossen habe, mich derart  zu rächen, dass die Streiks wohl bald beendet werden!

Ich habe Streiks schon immer gehasst. Aber bei der Lufthansa geht mir langsam aber sicher der Hut hoch. Jedes Mal trifft es mich. Zum 14. Mal in den letzten 5 ½ Jahren wird mittlerweile die Arbeit niedergelegt*. Ausbaden muss die Scheiße ich. Umbuchen. Später heimkommen. Zu spät zum Kunden kommen. Irgendwo eine Nacht dranhängen. In andere Städte fliegen, um dann mit der Bahn weiterzufahren. Stundenlang mit dem Handy im Ausland in der Warteschleife hängen, um zu erfahren, wie man von dort (Stunden zu spät) wieder wegkommt. Einer Erstattung stornierter Flüge hinterherrennen. Emails schreiben. Tickets kopieren und einschicken. Ganz ehrlich: Es reicht!

Ich fliege über 100 mal pro Jahr mit der Kranich-Airline, zahle dafür im Schnitt rund 30.000€ pro Jahr. Dafür, dass ich das tue, will ich verdammt nochmal endlich wieder verlässlich (!) da hinkoLufthansa annuliert wegen Streikmmen, wo ich hin will, wo ich hin gebucht habe und wo ich hin muss – und zwar auch an dem Tag und zu der Zeit, die ich gebucht habe und die ihr mir bei der Buchung zugesagt habt. Es kann doch nicht sein, dass alle paar Wochen wieder gestreikt werden muss. Es steht mir bis hier, kann ich Euch sagen. Es wird Zeit, dass ihr wieder verlässlich werdet.

Ich bleibe standhaft!

Und auch wenn es unsinnig erscheinen mag: Ich werde trotz meiner Unzufriedenheit mit keiner anderen Airline fliegen, sondern nur mit euch. Denn ich werde mich rächen! Ganz egal, wie sehr ihr mich auch ärgert. Ganz egal, ob ihr nochmal streikt. Ganz egal, ob ihr noch mehr eurer mit „teuren“ Mitarbeitern ausgestatte Ticketschalter abbaut (wie in DUS) und mich somit zwingt, stundenlang meine (!) Zeit in Eurer billigeren Warteschleife zu verbringen. Ganz egal, obLufthansa annuliert wegen Streik in TXL am Schalter gar keine Lufthansa Mitarbeiter mehr sitzen, sondern billigere „Externe“. Ganz egal, ob ihr die so genannten Flextickets noch unflexibler gestaltet, damit sie 10€ billiger werden. Ganz egal, ob ihr mich wegen einer Umbuchung in MUC und FRA kilometerlang zum Ticketschalter rennen lasst, weil es die Mitarbeiterin am Gate nicht mehr kann/darf (Stichwort: Wertschätzung und Vertrauen). Und auch ganz egal, ob ihr von mir über lh.com gebuchte Gabelflüge mit einer Billigflieger-Eurowings-Strecke völlig unmöglich umzubuchen macht, weil niemand die zwei (!) Buchungscodes kennt, niemand zuständig ist und niemand weiß, wie das geht. Selbst eure Webseite steigt da manchmal aus. Aber auch das werde ich aussitzen!

Der Tag wird kommen!

Irgendwann wird er nämlich kommen: Der Tag, an dem Euer Management erkennt, dass es RyanAir schon gibt. Irgendwann wird der Tag kommen, an dem Euer Management erkennt, dass eine Firma nur mit zufriedenen Mitarbeitern dauerhaft funktionieren kann. Irgendwann wird der Tag kommen, an dem Euer Management erkennt, dass auch für „normale“ Mitarbeiter gilt, dass gute Arbeit auch gut honoriert werden muss – und umgekehrt: dass nur vernünftig bezahlte Mitarbeiter auch dauerhaft gute Arbeit leisten können. Irgendwann wird Euer Management erkennen, dass für uns Kunden „die Lufthansa“ die Mitarbeiter sind, mit denen wir zusammentreffen. All die Mitarbeiter, die die operative Arbeit machen. All die, die mich tatsächlich heimfliegen, die mir an Bord einen „Tee mit Zitrone“ bringen. Und auch die, die noch am Boden dafür sorgen, dass ich einen Fensterplatz bekomme und mein Koffer einen Aufkleber mit dem Zielflughafen. All die, die eben nicht nur Kostenfaktor sein wollen, sondern ohne die eure Firma nur heiße Luft wäre.

Aber bis dieser Tag kommt, stLufthansa annuliert wegen Streikreikt ruhig weiter. So oft ihr wollt, so oft ihr könnt. Haltet nur zusammen! Und ich werde weiterhin an jedem Streiktag Flüge buchen, die ihr dann absagt. Ich werde mir dann alles erstatten lassen und damit eure Buchhaltung überlasten. Ich werde Eure Hotline anrufen und stundenlang blockieren. Ich werde mit Wonne die „complimentary“ Bonusmeilen für ausgefallene Flüge einstreichen. Und ich werde weiterhin meine Bordkarte von einem Mitarbeiter ausdrucken lassen und von keinem Automaten! Rache ist süß! Ich werde Euch Geld kosten. An jedem verdammten Streiktag! Viel Geld. So lange, bis Eure Zahlen so mies sind, dass der Aufsichtsrat dieser hirnverbrannten „billig, billig, billig“-Denke Eurer Konzernspitze ein Ende macht und ihr wieder für eure Kunden da sein könnt – und nicht nur für einen Aktienkurs.

Lufthansa annuliert wegen Streik

 

 

 


* Quelle: RTL News Mitternacht 22. auf 23. November

48 Kommentare zu “Liebe Lufthansa, bitte streikt weiter, damit ich mich rächen kann!

  1. Ich bin ganz Deiner Meinung, ich versuche auch immer Lufthansa, aber die Kundenunzufriedenheit wird größer. Irgendwann haben die Piloten ja vielleicht mehr Geld, hocken dann aber in leeren Maschinen……

    • Das Problem bei dem Konflikt ist leider, dass man für „Perspektiven“ und „Jobsicherheit“ nicht streiken darf. Es geht in erster Linie nicht um’s Geld. Es geht darum, dass die Konzernführung das bisherige Vertragskonstrukt der Piloten auseinanderbrechen will – koste es was es wolle.

      Es gab bereits in den letzten Jahren immer wieder Angebote seitens der VC, das letzte waren Cockpitseitige Kosteneinsparungen von ca. 20% – es wurde aber abgelegt, weil im Gegenzug Perspektiven garantiert werden sollten.

      • Sarkasmus ein:
        ja schön das eine „Gewerkschaft“ solidarisch Jobsicherheit heuchelt,jedoch zuschaut wenn Bodenpersonal ausgegliedert und Bodentarifverträge ausgehölt werden.

        und dann wundert sich der „Kollege“ fliegendes Personal wenn am Boden nix mehr läuft, weil schlecht ausgebildetes mit Mindestlohn ausgestattetes überarbeitetes Bodenpersonal Unverständnis zeigt!
        Sarkasmus aus.
        Hallelujah

    • @ Thomas ! Die AirBerlin würde den Tobi aber nicht zwischen den von ihm geposteten innerdeutschen Strecken hin und herfliegen ?

    • @Thomas Hahahaha…die Airberlin ist seit Jahren Pleite- ohne die Finanzspritzen von Erhiad würden die gar nicht mehr fliegen!
      An den Autor des Berichtes ein ganz großes Lob!!! Vielen Dank von einer Flugbeleiterin

    • Ja weil Air Berlin in der Kabine und dem Cockpit jegliche Art von Interessenvertretung niedermetzelt…. Und sich niemand wagen würde zu Streiken aus Angst dass sein Vertrag nicht verlängert wird oder das Cabin Crew Departement plötzlich Gründe für eine Fristlose/Fristgerechte Entlassung aus Ihrem Hut Zaubert. Air Berlin ist Unternehmerisch wirklich nur in einem Punkt sehr begabt. Darin Arbeitnehmerrechte mit Füßen zu treten.

  2. Ich habe immer gemeint, dass die grossen Airlines mehr oder weniger alle gleich sind, sei es LH, BA, AF, SK oder sonst irgendeine Airline. Gut, das Essen ist vielleicht unterschiedlich, die Farben und die Kabinenausstattung vielleicht auch, aber die Maschinen sind doch die gleichen, Also bleibt nur noch eins übrig, wo man sich differenzieren kann: Die Mitarbeiter. Das ist das wertvollste, was eine Airline hat. Das ist ein Aktiv, was man nicht übersehen darf. Und gerade als Premium Airline ist Kundenservice im Fokus. Und nur zufriedene Mitarbeiter sind motiviert und leisten 110%. Also… Warum ist das so schwierig?

  3. Sollten Sie eines schönen Tages mit mir fliegen, so werde ich bis kurz vor der Landung so viel ‚Tee mit Zitrone‘ servieren wie sie wollen. Danke für diesen herzerfrischenden Beitrag. -Eine Stewardess

  4. Vielen Dank fuer Ihre Worte. Ich werde Ihnen immer sehr gerne persoenlich eine Boardkarte ausdrucken. :)

    Eine LH-Bodenmitarbiterin

  5. dass nur zufriedene Mitarbeiter gute Mitarbeiter sind und volle Leistung bringen
    weiss doch jeder Selbständige , Nur in Managerkreisen mangelts zunehmend
    an dieser Erkenntniss.

  6. Streik bei der Lufthansa nervt, nicht nur weil die Lufthansa nicht mehr die Lufthansa ist, sondern irgendeine Airline, die krampfhaft versucht, Konzepte anderer zu kopieren, aber offenbar kein eigenes mehr hat…trotzdem versuche ich ihr auch die Treue zu halten, auch wenn das schwer ist.
    Aber mal ehrlich… sind die Piloten wirklich so schlecht bezahlt, um das Recht zu haben, diese Forderung zu stellen? Rückwirkende Erhöhungen um 3,3% pro Jahr ab 2012? Ich kann mich nicht erinnern, wann ich die letzte Erhöhung bekommen haben, eher spricht man von Einsparungen und Personalabbau. Was aber in allen Unternehmen gleich ist, dass man motivierte, engagierte, loyale Mitarbeiter erwartet, sie aber eben nicht so behandelt. Da bekommt ein Streik eine ganz andere Bedeutung…

    • Zunächst bedeutet fordern ja nicht gleich bekommen. Einigt man sich bei der Hälfte, liegt das knapp über der Inflationsrate und weit unter der durchschnittlichen Lohn Entwicklung in Deutschland. Nur weil die Forderung rückwirkend ist und dadurch in der Summe viel erscheint, kann man ja die Forderung nicht als “verjährt“ erachten. Die Verhandlungen laufen ja bereits seit März 2012! Wenn dies die VC einfach anerkennen würde, würde dies Schule machen. IG Metall, Chemie usw. würde dann zukünftig auch Tarifverhandlungen einfach 5 Jahre aussitzen und rückwirkend nichts mehr bezahlen wollen. Rückwirkend müssten die Forderungen sogar deutlich höher sein, da das Unternehmen 5 Jahre eine höhere Liquidität hat und die Angestellten das Gehaltsplus fünf Jahre nicht anlegen konnten.

  7. Vielen lieben Dank für Ihr klares Statement Herr Schrödel. Vielleicht könnten Sie dies auch dem Lufthansa Management unterbreiten und dieses ggfls zum nachdenken bringen.
    Die Hoffnung stirbt zuletzt. Eine LH Bodenmitarbeiterin, die die von Ihnen genannte Wertschätzung sei Jahren vermisst!!!
    Danke nochmal…

  8. Kompliment, endlich mal jemand, der den tiefer Sinn erkennt… :)
    An den Kommentaren muss ich leider erkennen, dass ein Großteil der Leser die wahre, subtile Botschaft darin leider nicht kapiert hat ;)

  9. Danke für Ihre wahren Worte….
    Ja, Menschlichkeit… Darum geht es doch allen.
    Den Menschen, die gerne mit Menschen arbeiten und für sie da sind, sowie die, die diese Dienstleistung in Anspruch nehmen.
    Leider werden viele Menschen als Roboter, Nummern oder Geldmaschinen gesehen .
    Die Passagiere werden genauso gemolken wie die Mitarbeiter.
    Da macht das Management keinen Unterschied …

  10. Danke für Ihre wohltuenden Worte! Ich freue mich auf den Tag an dem sie vielleicht mal an meinem Schalter auftauchen!

    Eine LH-Bodenmitarbeiterin

  11. überleg mal wenn man den verdienst sieht ,das man früh in rente kann ,versteht glaub ich keiner wie hoch da gepokert und gejammert wird. jeder normale arbeiter wäre glücklich solche Verdienste wie ein pilot zu haben.

    • Ich sehe, Sie haben sich mit dem Thema ausgiebig beschäftigt. Nicht.

      Zu Ihrem Kommentar: Von den Piloten geht niemand früher in Rente. War noch nicht so, wird auch nie so sein. Vom ersten Tag an wird ein Teil des Gehaltes dazu verwendet, in einen Topf einzuzahlen. Aus diesem Topf wird dann die sog. „Übergangsversorgung“ bezahlt. Hat so wirklich gar nichts mit Rente zu tun.
      Neidisch drauf? Naja, dann einfach selbst immer jeden Monat ein kleines bisschen Geld zur Seite legen, dann können Sie auch früher aufhören zu arbeiten. Hindert Sie niemand dran.

      Apropros Neid: Offensichtlich zählen Sie sich als „normaler Arbeiter“. Haben Sie Abitur? Dann hätten Sie sich doch auch einfach bewerben können – es hat Sie nie jemand davon abgehalten…ich kann aber sagen, dass es nicht alles Gold ist, was glänzt…

  12. Pingback: Diskussionen zu den LH-Pilotenstreiks - Seite 178

  13. Seit Jahren sagt der Vorstand der Lufthansa, dass nicht sie, sondern einzig der Kerosinpreis für die Gewinne des Konzerns verantwortlich sind.
    Dank des Streiks werden die Gewinne ins unermessliche steigen, da – zumindest die teuren Piloten- ab dem 3. Streiktag nicht mehr bezahlt werden müssen.

    Ich kann mich nur meinen Vorrednern und dem Autor anschließen. Solange die Mitarbeiter als reiner Kostenfaktor Betrachter werden, kann eine Lufthansa im Wettbewerb nicht bestehen.

  14. Leider werden die Piloten sich wahrscheinlich mit was auch immer wieder mal durchsetzen, die Zeche zahlen die anderen Mitarbeiter. Soll keiner glauben, die würden irgendeine Art von Solidarität mit den Kollegen in der Kabine und am Boden empfinden

    • Oh doch, aber ihr Kommentar zeigt leider, dass Sie überhaupt keine Ahnung haben, worum es wirklich geht. Aber zum Glück haben es die meisten LH-Mitarbeiter aller Abteilungen und auch etliche Außenstehende verstanden, dass dieser Streik letztendlich dazu dient, das Fortbestehen der Lufthansa als Qualitätscarrier sicher zu stellen. Kein Pilot streikt gerne, um seine Passagiere und letztendlich Brötchenzahler zu verprellen. Das rigide kompromisslose Vorgehen des Managements, ist Schuld an den Streiks, nicht die Piloten. Der Grat des Streikens ist schmal, aber er muss gegangen werden, um die Lufthansa wieder auf den richtigen Kurs zu führen. Das faule Kuschel-Kompromisse nichts bringen, hat die Vergangenheit gezeigt: als Beispiell möchte ich hier nur Call-Center, Kassel, Schließung der Außenstationen, Verlagerung Dispatch und Personalabteilung nach Polen nennen…

  15. Danke für die wahren und ehrlichen Worte!!! Wir beten alle, dass der Vorstand langsam einsieht was und WER die Lufthansa ist !!! Wenigstens die Mitarbeiter solidarisieren sich langsam untereinander, das ist der erste Schritt!
    Ich denke ich spreche für alle Lh Mitarbeiter, wenn ich sage das es uns wahnsinnig leid tut, dass die Passagiere immer die sind denen unser Arbeitskampf den Urlaub versaut!!

    Grüße von der Technik HAM!

  16. Vielen Dank, Tobias! Hier wurde mir aus der Seele gesprochen und auch ich hoffe auf den beschriebenen Tag, wo das LH Management erkennt,dass es RyanAir schon gibt und billigbilligbillig nicht der Schlüssel zum Heiligen Gral ist.. Für mich leider zu spät,denn ich gehörte zu den hochmotivierten, bestens ausgebildeten aber der LH leider zu teuren Mitarbeitern des Ticketschalters, die immer die Intention hatten, das Unmögliche im Sinne des Gastes möglich zu machen und die unmotivierten Mitarbeitern und einer Hotline gewichen sind.. Mittlerweile befinde ich mich auf der anderen Seite des Spielfeldes, nämlich als Passagier,der pünktlich zu Kunden fliegen möchte und sehe in dem billigbilligbillig-Konzept der Lufthansa absolut keinen Nährwert. Von daher freue ich mich,wenn sich wenigstens eine Abteilung heftig wehrt, auch wenn ich schon beim letzten Streik betroffen war und bei diesem gleich zwei Mal..

  17. Schöner Kommentar, danke.
    Falls Sie mal das Sauerland von oben ansehen möchten, Nachricht an mich, ich nehm Sie gern mal mit dem Doppeldecker mit in die Luft. mail an mich :-)

    25 Jahre in dem Laden und leider so manchen Abbau miterlebt…

  18. Zuviel Stress. Ich habe nach dem 1. Streik gewechselt und bin seitdem immer erleichtert, wenn LH streikt und es woanders läuft.
    Der Flieger ist dann meist etaas voller und die LH Kunden erzählen ihre Geschichten wie frustriert sie sind.
    Ich denke wenn viele Firmen keine Kontigente seit Jahrzehnten bei der LH buchen würden, hätte das noch bittere Effekte für die LH.
    Lufthansa geht einfach nicht mehr, weil man sich nicht drauf verlassen kann.
    In München kommt dazu, dass Terminal 2 einfach schlechter ist als Terminal 1. Ich will nicht shoppen, sondern in minimaler Zeit zum Flieger. In Terminal 1 geht das in unter 5mins, in Terminal 2 ist die Security immer völlig überlastet und dann gibts noch mal 10min Fußweg minimum.
    Selbst wen LH billiger wär als die anderen, ich würde nicht damit fliegen. Tut mir leid :-(

  19. Zunächst dachte ich: was ein Jammerlappen! „Jedes Mal trifft es mich.[….] Ausbaden muss die Scheiße ich.“ Die anderen Passagiere sind also egal? Zum Glück geht Ihr Brief weiter und ist als Gesamtwerk nur zu unterschreiben! Es wird am falschen Ende gespart. Die Qualität des Personals bestimmt die Qualität einer Marke – eines Unternehmens.

    „Den Wert eines Unternehmens machen nicht Gebäude und Maschinen und auch nicht seine Banknoten aus. Wertvoll an einem Unternehmen sind nur die Menschen, die dafür arbeiten, und der Geist, in dem sie es tun.“ Heinrich Nordhoff (1899-1968), 1948-68 Vorstandsvorsitzender Volkswagen

  20. Die Frage ist, ob Piloten neben der jährlichen ca. 3%igeb tariflichen Lohnerhöhungen, die sie sowieso schon jährlich erhalten noch mal zusätzlich über 3% bekommen müssen. Ich möchte nicht jedes Jahr 6% mehr für Flugtickets bezahlen, weil ich selber nicht jedes Jahr 6-7% mehr Lohn erhalte.

    Außerdem gönne ich jedem mehr Geld, der mir bei den Koffern hilft, die Getränke bringt etc. Hier streiken gerade Leute, die sowieso 4-6 fache eines Jahresdurchschnittseinkommens haben (ich weiß, ich gehe von der Endstufe aus, aber letztlich ist es das auch beim Einstiegsgehalt ca. 4-6fach). Das haben das Bodenpersonal und die Flugbegleiter nicht. Übrigens, die haben auch eine gute Ausbildung gemacht, sowie viele andere Menschen in Deutschland auch mit einem Durchschnittseinkommen. Auch andere Menschrn zahlen ihr Studium lange ab und haben nicht dieses Gehalt. Die Piloten sollten lieber nicht mehr Fliegen, um andere Ungerechtigkeiten aufzuheben in der Welt, wenn sie schon so viel Macht haben. Aber so ist sich jeder doch selbst der Nächste.

  21. Eigentlich ist der Streik der Piloten doch überflüssig, wenn ich bedenke was ein Arbeiter in der Industrie verdient ist es doch stöhnen auf höchstem Niveau. Lufthansa kann ich mir leider nicht leisten, daher bin ich froh das es billig gibt. Es gibt aber nicht nur Geschäftsleute sondern auch die ärmeren die gerne fliegen möchten.
    Das Stewardessen und Bodenpersonal mehr verdienen sollen kann ich nachvollziehen, da Sie immer am flitzen sind und dabei auch meistens freundlich sind.
    In jeder Firma wird das Personal als Kostenfaktor behandelt, aber nicht berücksichtigt das gerade der kleine das Geld für den großen verdient

  22. Ein ganz GROSSES DANKESCHÖN von einer ex „zu teueren“ und deswegen gekündigten LH Mitarbeiterin, die schon vor Jahren keinen Kundenservice leisten konnte, wie sie es vor 36 Jahren gelernt hatte !

  23. Es ist schon bemerkenswert das ich zwar auch jetzt betroffen bin aber auch eine mittelständische Firma besitze in einem Nischenmarkt und Punkte gegenüber unsere Mitbewerber mit Service und Kompetenz! Klar das das Geld kostet aber ein gutes Management kann es sogar “ mindestens“ kostendeckend gestalten.
    Warscheihnlich gelten diese Grundwerte nicht mehr bei einer sollchen große Unternehmung wie LH und werden Machtspielchen ( feel the force?) immer wichtiger.
    Piloten und Management sollten sich verständigen und dies nicht auf ihre Kunden abwälzen!!

  24. …. und dann sind da noch die LH Mitarbeiter die bei LH-Technik arbeiten. Dafür sorgen, dass die Maschinen technisch gut versorgt sind.

    Da will man in Hamburg mal eben 400 Mitarbeiter auf die Straße setzen andere werden erpresst und verzichten auf Lohn/ Gehalt. Nebenbei wird dann in Polen ein komplett neuer Standort aufgebaut.

  25. Ich mache es genau so! Dieses Jahr mehr als 35.000 Prämien Meilen der LH erhalten für deren Fehler, meistens vermeidbare Dinge.

    Jeden Punkt spreche ich an, ich will dass er besser wird. Ich will die LH entwickeln als ein treuer Kunde – wenn es denen finanziell beginnt weh zu tun dass sich Passagiere haufenweise wegen Entschädigungen an sie wenden ist das bestimmt effektiver als so mancher Streik.

    Nur weiter so liebe Lufthanseaten – ich komme bald wieder und ich freu mich schon!

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