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Huch, völlig überraschend beschäftigt Amazon in der Vorweihnachtszeit laut einem ARD Bericht Leiharbeiter, bezahlt diese fast nicht und knechtet sie mit Hilfe eines offenbar zwielichtigen Sicherheitsdienstes. Menschen mit Gewissen kündigen daraufhin ihr Amazon-Konto und beschließen künftig dort nicht mehr zu kaufen.

Amazon kündigt dem Sicherheitsdienst um den Schaden zu begrenzen. Ganz ehrlich, überrascht uns das wirklich? Wenn wir darüber mal nachdenken, sicherlich nicht. Amazon ist kein Buchhandel, auch wenn diese Fassade gerne gezeigt wird. Der Gründer dieses Multimilliarden-Unternehmens hat früher mit Hedge-Fonds seine Millionen verdient und möchte wen wundert‘s einfach nur noch mehr Geld verdienen. Die Frage ist nur, auf wessen Kosten er das tut.

Einen kleinen Einblick in die Welt der Zusammenarbeit mit Amazon bekommen sie im Blog des Verlegers von Ch.Schroer*. Schnell wird klar, dass es nur als Kunde Spaß macht, mit dem großen Marktführer Geschäfte zu machen, nicht jedoch als Arbeiter oder Lieferant (man denke ebenso an die Geschichten über Apple‘s iPhone Fabrik in China).

Auch die Automobilhersteller in Deutschland hatten vor knapp 10 Jahren eine solche Phase. Zulieferer und Werkstätten wurden vertraglich nahezu geknebelt und abhängig gemacht. Heute weiß man dort, dass es wirtschaftlich und qualitativ mehr Sinn ergibt, fair miteinander umzugehen und auch die Kleinen am großen Kuchen zu beteiligen. Druck gibt es trotzdem ausreichend.

Zugegeben, am größten Anbieter kommt man nie ganz vorbei. Amazon kann auch seltene Bücher liefern, obendrein schnell und einfach. Alles andere bekommen Sie aber auch im Buchladen um die Ecke. Also schnell mal hin, solange der überhaupt noch da ist. Denn ansonsten haben Sie diese Wahl nicht mehr und müssen bei Amazon einkaufen. Zu deren Konditionen ob Sie wollen oder nicht.

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