Bitte keine Werbung – oder doch?

Viele Menschen haben am Briefkasten einen dieser Aufkleber, die den vielen Prospektverteilern der Gegend mitteilen, dass diese sich den Einwurf an diesem Briefkasten sparen können. Auch wenn sich nicht wirklich alle daran halten: Schade, dass es solche Aufkleber nicht im Internet gibt, um SPAM im Mailpostfach und Werbefilmchen bei YouTube zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren.

Obwohl, eigentlich gibt es die schon. SPAM-Filter sortieren Werbemails schon beim Eintreffen auf dem Server effektiv aus und so genannte Ad-Blocker umgehen dann sogar die unliebsamen Werbefilmchen beim Surfen im Netz – wobei manche Blocker manche Seiten beim Blocken „vergessen“.

Werbeblocker sind natürlich all denen ein Dorn im Auge, die sich die Taschen mit Geld vollstopfen, indem sie Ihnen immer und überall Reklame einblenden. Aber sollten wir uns nicht mal fragen, warum die vielen Infoportale der Tageszeitungen und die all die Webforen, in denen man sich kostenlos gute Informationen oder Produkttests reinziehen kann, überhaupt Werbung schalten? Die Mitarbeiter dort stehen nicht alle gerne täglich um sechs Uhr auf, um einfach so für Sie aktuelle Informationen zusammenzutragen. Und auch die Kosten für die Server tragen sie nicht selbstlos für Sie! Diese Menschen möchten am Abend auch Butter auf dem Brot haben. Online-Werbung ist für viele Webseiten nämlich die einzige – zumindest jedoch eine wichtige – Einnahmequelle.

Die ersten Portale beginnen daher nun, sich zu wehren und schalten Blocker gegen Ad-Blocker. Ein profitables Geschäft für Programmierer, können die doch nun der einen Seite Werbeblocker verkaufen und der anderen Seite für noch mehr Kohle das Gegengift. Anti-Ad-Blocker-Add-ons legen dann Hinweise über die Inhalte der Webseite und erklären dem Leser, dass Reklame für den Betrieb dieser Seite essentiell ist. Dann gibt es einfach nichts zu sehen, bis der Werbeblocker für diese Seite deaktiviert wurde (Beispiele: RTLnow, ProSiebenSat.1 (die das in einem Stromberg-Video erklären)). Im Gegensatz zu den Aufklebern auf dem Briefkasten kann man den Browser-Erweiterungen nämlich auch Ausnahmen vom Blocken der Werbung mitteilen – die so genannte WhiteList (wie das geht sieht man hier in der Bildergalerie).

Sie entscheiden also selbst, auf welchen Seiten Sie Werbung akzeptieren und bleiben den Betreibern von Seiten die Sie öfters nutzen gegenüber fair. Wenn man sämtliche Werbung blockiert, läuft man ja auch Gefahr, die wirklich interessanten Angebote zu verpassen. Ich hätte zum Beispiel sonst nie von diesen tollen Batman Socken mit Cape erfahren

(Welches Produkt hättet ihr denn ohne Werbung verpasst?)

3 Kommentare zu “Bitte keine Werbung – oder doch?

  1. bisher noch keins…
    Vielleicht bietet eine wirklich (!) personalisierte Werbung die Chance, dass Werbung nicht mehr nur nervt und wirklich nie das zeigt was einen interessiert.

  2. Pingback: Endlich auch Online: Mehr bezahlen, weniger bekommen - Ich glaube, es hackt!

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