Auf dem Dach der Welt

In wenigen Wochen werden wir in Deutschland die 40 Millionen Marke überschreiten. Dann hat statistisch gesehen jeder zweite Einwohner eines. Schon der Hammer, wenn man bedenkt, dass es vor fünf Jahren gerade mal 7,5% waren. Und was kann man nicht alles Schönes mit so einem Ding machen. Navigieren, Spielen, Musik anhören, Emails lesen und … telefonieren. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass im Bus, in der Bahn oder im Restaurant jeder mit seinem Smartphone beschäftigt ist? So geht Kommunikation heute. Die älteren Damen und Herren, die noch Zeitung lesen oder sich gar mittels Sprache unterhalten möchten, leben echt hinter dem weiterlesen

10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1, weg

Zwei junge Amerikaner haben eine App erfunden, mit der man Bilder online an Freunde schicken kann. Zugegeben, das kennt man schon, also was ist daran so besonders? Ganz einfach, bei Snapchat kann man die Bilder nur einmal und nur für die Dauer von maximal 10 Sekunden ansehen. Danach sind sie weg und für immer gelöscht. Klingt ja nicht wirklich nach einer App, die es besonders weit bringen wird. Tatsächlich aber verschicken mittlerweile etwa 26 Millionen Nutzer täglich bis zu 350 Millionen dieser 10-Sekunden-Bilder. Warum? Weil man so auch erotische Bilder von sich weitergeben kann, ohne Angst haben zu müssen, dass weiterlesen

Datenschutz schützt vor Allem was es gibt

Jedes Jahr das gleiche bei den Elternsprechtagen. Zwei Tage vorher hängt die Schule Listen aus, in die man sich eintragen kann. Also rasen Horden von gestressten Eltern in der Mittagspause mit dem Auto in Richtung Schule. Dort wird in zweiter oder dritter Reihe geparkt, der Verkehr zum Erliegen gebracht und dann mit Ellbogenhilfe der Weg zu den ausgehängten Listen gebahnt. Ist ein Lehrer schon ausgebucht, hilft der Zweitkuli und irgendein anderer wird kurzerhand durchgestrichen. Um derartige Auswüchse zu verhindern, habe ich einer Schule ein Computerprogramm geschrieben. Kurz den Namen des ABC-Schützen in eine Webseite getippt, und sage und schreibe zwei weiterlesen

Filme schauen, wann und wo ich will

Ich bin ein Serienjunkie! Schon als Kind habe ich mir komplette TV-Serien wie „Irgendwie und Sowieso“ angesehen. Heute fesseln mich „Breaking Bad“ oder „Homeland“. Carrie Mathison’s Jagd auf Nicholas Brody hat mich dunkle Augenringe gekostet. Zum Glück hat mir das Christkind die BluRay der finalen Staffel von „Breaking Bad“ unter den Weihnachtsbaum gelegt. Mehr als vierzig Stunden folge ich Walter White schon durch sein Leben zwischen Drogenkartell und Familie und ich will unbedingt wissen, wie alles endet. Weil die Ferien langsam zu Ende gehen, habe ich mich besonders gefreut, dass ein Aufkleber auf der Hülle verrät, dass ich auch eine weiterlesen

2013 – Eine Reise nach Neuland

Bei einem Jahresrückblick soll man zurück blicken auf das, was in den letzten zwölf Monaten passiert ist. Und wenn man wie ich über Computersicherheit und Datenschutz schreibt, kommt man 2013 an einem Namen nicht vorbei, der immer wieder in Bezug zu Abhörskandalen im Rampenlicht stand: Angela Merkel Ach, Sie dachten ich spreche von Edward Snowden? Nein, nein, 2013 war gar nicht sein großes Jahr. Snowden wird 2014 eine noch größere Rolle spielen. Spätestens, wenn seine befristete Aufenthaltsgenehmigung in Russland ausläuft. Das heißt jetzt nicht, dass wir 2014 nichts mehr von Frau Merkel hören, das werden wir natürlich schon. Aber, es weiterlesen

Wenn der Weihnachtsmann ein Anwalt ist

In den letzten Wochen haben einige Männer in die Röhre geguckt* – und zwar in eine rote. Das, was sie bei RedTube zu sehen bekamen, mag ihnen ein paar Minuten Freude bereitet haben, aber im nachhinein betrachtet, gab’s aber nur Ärger. Tausende Abmahnungen wurden verschickt, weil das ein oder andere Filmchen nicht ganz legal auf die Seite gelangt war. Das Ansehen solcher Videos im Internet ist strafbar, allerdings nur, wenn man den Film herunterlädt und speichert. Schaut man den Film jedoch auf dem PC online im Browser an, wird dieser nur abgerufen und nicht gespeichert. Der, der den Film nur weiterlesen

Alles Gute kommt von oben

Nach meinem Zivildienst – ich war Leichenträger in einem großen Münchner Krankenhaus – habe ich bei einem Paketdienst gejobbt. Dinge behutsam von A nach B zu transportieren hatte ich ja 18 Monate lang gelernt, insofern war das kein Problem. Bald schon wechselte ich dort in die Computerabteilung und wurde Supervisor. Kurz vor Weihnachten, als die Anzahl Pakete drastisch anstieg und klar war, dass die normale Auslieferflotte des Unternehmens es bis zum Fest nicht schaffen würde, wurden auch wir Anzugträger verpflichtet, Spielsachen an Kinder, Schuhe an Frauen und Mobiltelefone an Männer auszuliefern. So fuhr ich noch am späten Nachmittag des heiligen weiterlesen

Das Schaf im Wolfspelz

Facebook ist total überbewertet, was den Nutzen für die meisten Unternehmen anbetrifft. Es ist ein Schaf im Wolfspelz. Man kann auf Facebook keine Zimmer buchen, keinen Termin für die Maniküre ausmachen und Zierfische kann man dort auch nicht kaufen. Was also bietet Facebook an Mehrwert gegenüber einer normalen Webseite? „Wir sind jetzt auch auf Facebook.“ vermelden immer wieder voller Stolz kleine Unternehmen, die den Weg in die virtuelle Welt der sozialen Netzwerke gefunden haben: Raphaelas Kosmetikstudio aus Münster zum Beispiel, ebenso wie Thommys Geschäft für Zierfische aus Eisleben. Doch was machen die da eigentlich? Ist Facebook für Firmen wirklich der weiterlesen

Die Sicherheit ist der Freiheit ihr Tod

Den brandneuen – noch nicht unterzeichneten – Koalitionsvertrag der CDU/CSU und der SPD kann man im Internet nachlesen. Dort finden sich etwa ab Zeile 6.430 die Absprachen der großen Koalition in Bezug auf „Digitale Sicherheit und Datenschutz“. Unter anderem heißt es dort: „Ziel der Koalition ist es, die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit auch in der digitalen Welt zu schaffen und zu bewahren.“ Das wird nicht einfach, denn wie bei einer Waage heißt höhere Sicherheit weniger Freiheit und umgekehrt. Die dann folgenden Zeilen zeigen, wie weit die NSA-Affäre uns doch erwischt hat. Auch wenn die aktuelle Regierung es bisher nie weiterlesen

Eine Frage des Systems

Machen Sie Online Banking? Ich tu’s fast jede Woche. Ich logge mich ein, kontrolliere meinen Kontostand und tätige Übeweisungen. Und ehrlich gesagt, ich tu’s gerne. Es spart mir den Weg in die Filiale, zumindest bei üblichen Vorgängen. Muss ich mir Geld leihen, gehe ich meist selbst zur Bank, das macht einen besseren Eindruck. Beim Wohnzimmer-Banking benötigt man Zugangsdaten um überhaupt mal in das Systems zu kommen und eine TAN – eine TransAktionsNummer – um etwas zu tun, eine Überweisung zum Beispiel. Die TAN ersetzt also quasi die Unterschrift unter einem Überweisungsformular. Diese TAN ist eine Zahl, die nur Sie und weiterlesen