Teststreifen

Dass qwertz, password und 123(456) die meistgewählten Passwörter sind, haben schon mehrere Studien gezeigt. Dass 1234, 1111 und 0000 – bald gefolgt vom eigenen Geburtstag – die am häufigsten gewählten PINs sind belegen andere Studien. Im Frühling hatte ich im Rahmen eines Vermisstenfalls ein Handy ohne PIN und ohne Passwortschutz vor mir. Den Angehörigen wurde es von der Polizei mit den Worten zurückgegeben, dass man da nicht rein komme. Es war nämlich geschützt – und zwar mit einem Wischcode, bei dem man mit dem Finger auf dem Display das richtige Muster malen muss, um ins System zu kommen. Dummerweise fand weiterlesen

Guckst Du …

Letztens sah ich in einer Zeitschrift mit vielen Bildern ein Foto von einem LKW, der auf seiner Rückseite einen riesigen Monitor hat. Auf diesem ist das Live-Bild der im Führerhaus montierten Kamera zu sehen. Die Autofahrer hinter dem Laster sehen so, was vor dem Truck los ist und wissen, wann sie sicher überholen können. Eine tolle Idee, die hoffentlich viele Unfälle vermeiden wird. Mittlerweile sind Monitore ja derart billig geworden, dass sich völlig neue Anwendungsmöglichkeiten ergeben. Anstatt 1.000€ im Autohaus zu lassen bekommt man eine Rückfahrkamera mit 5“ Monitor im Versandhandel schon für weniger als 50€. Beim Discounter gibt es weiterlesen

Die Mutter aller Sicherheitslücken

Dass man Updates einspielen soll, weiß heute jedes Kind. Dass das manchmal nervt, auch. Viele wissen aber nicht, dass manche Updates gar nicht alle User bekommen dürfen – obwohl sie eigentlich verfügbar sind. In den letzten Tagen sind zwei massive Sicherheitslücken für Android Smartphones bekannt geworden mit denen ein Angreifer vollen Zugriff auf das Gerät bekommt. Auf die Kamera, die Nachrichten, einfach alles. Diese Lücken sind seit Version 4.0 (also seit 2011) im System und betreffen daher sage und schreibe 94% und somit fast 1 Milliarde Smartphones. Das Android-Konsortium unter der Leitung von Google hat zwar schnell reagiert und einen weiterlesen

Mitfahrgelegenheit mit Fensterplatz

Am 20. November 1985 kam das allererste Windows auf unsere Computer. Jetzt, knapp 30 Jahre später ist Windows 10 fertig und wird bereits verteilt. Ja, verteilt. Man muss es gar nicht mehr kaufen. Erstmals gibt Microsoft ein neues Windows kostenlos her – zumindest sofern man schon eine gültige Version der Vorgängerversion Windows 7 oder 8 hat. Bedenkt man, dass die Firma aus Redmond, USA einen Großteil ihrer Umsätze mit dem Verkauf von Betriebssystem-Lizenzen macht, dann ist das erstaunlich. Tatsächlich steckt aber Kalkül hinter der Entscheidung. Microsoft möchte kein zweites XP-Desaster haben. Das 2001 veröffentlichte Windows XP war (ist!) nämlich so weiterlesen

Das macht alles keinen SIM – ein Spiel mit falschen Karten

Seit es Handys gibt, brauchen wir SIM-Karten, um mobil telefonieren zu können. Schließt man einen Handy-Vertrag ab, bekommt man eine SIM-Karte, setzt diese ins Handy ein und wartet bis sie aktiviert wird. Will man den Anbieter wechseln, muss man sich eine neue SIM-Karte besorgen. Die gibt es die zwar fast überall, aber: Man muss sich eine neue Karte besorgen, diese einsetzen – und warten bis sie aktiviert ist. Wäre es nicht besser, wenn man seine SIM-Karte beim Providerwechsel einfach mitnehmen könnte? So wie sein alte Rufnummer auch? Der neue Anbieter programmiert die SIM-Karte online um – fertig. Eine Wechsel-SIM ist weiterlesen

Spam vs. Mail: Ring frei zur nächsten Runde!

Hurra! Es gibt etwas zu feiern! In keinem einzigen Monat der letzten zehn Jahre gab es – im Verhältnis zu echten Emails – so wenige SPAM Mails wie im Juni 2015. Das zumindest sagt eine aktuelle Studie der Sicherheitsfirma Symantec. In der Blütezeit des SPAM wurden in einem Monat bis zu 5,7 Billionen Mails registriert, die Penisverlängerungen oder unglaublich günstige Kredite versprachen. Das war 2009 und seitdem ist einiges passiert, um dieser Flut Einhalt zu gebieten. Insbesondere Microsoft geht heute sehr aktiv gegen Botnets vor. Über Botnets werden die meisten der nervigen Werbemails verschickt. Das sind hunderte oder tausende Computer weiterlesen

Main-Stream Musik

Nur Boybands machen schlimmere Musik als Alles bei Streaming Diensten wie Apple Music oder Spotify – so ähnlich scheint das zumindest Neil Young zu sehen. Als Jugendlicher saß ich gerne mit dem Kassettenrekorder vor dem Radio, um die zehn beliebtesten Songs der Woche auf Magnetband zu bannen. Regelmäßig schrie ich dabei laute Flüche durch die Wohnung, wenn der Moderator am Anfang oder Ende des Liedes mal wieder hineinquatschte. Knapp 25 Lieder bekam ich auf die zwei Seiten einer Kassette und Dank meines Walkman hatte ich die immer mit dabei. Heute trage ich (virtuell zumindest) eine Unmenge mehr Lieder mit mir weiterlesen

Mer losse d’r Dom en Kölle. Oder auch nicht.

Digitalkameras speichern in den EXIF Daten u.U. auch den Ort der Aufnahme … der stimmt nur nicht immer, was für das Finanzamt problematisch ist. Früher musste man im Urlaub langweilige Gebäude fotografieren, damit die Freunde einem auch wirklich geglaubt haben, dass man dort war, wo man gesagt hat, dass man hinfährt. Also stellte man sich zwangsläufig immer vor den Eiffelturm in Paris oder die Freiheitsstatue in New York – weil die halt jeder kennt – und lies sich ablichten. Heute ist das zum Glück anders. Da kann man sich vor einen x-beliebigen Baum stellen – den keiner kennt – und weiterlesen

Self-made Idiots

Von #nomakeupselfies, Duckface und selfie-sticks: Was man wissen muss, um sich garantiert kräftig zu blamieren – und das auch noch aufs Bild bekommt. Selfies sind manchmal einfach nur scheußlich. Insbesondere wenn sich „Stars“ nach dem Aufwachen ungeschminkt ins Rampenlicht setzen. Mit Duckface wird die Bildästhetik dann sogar noch mit den Lippen bzw. Füßen getreten. Manche Selfies sind aber eine echte Gefahr. Besser gesagt: die Macher der Selfies sind eine Gefahr … für sich und für andere. So verbietet die Stadt Pamplona Selfies während der jährlichen Hetze der Stiere durch die engen Gassen. Sie befürchtet, dass die Mitläufer sich noch größerer weiterlesen

Wer hat an der Uhr gedreht?

Die Erde wird langsam dick und fett … deshalb gibt es mal wieder eine Schaltsekunde. Die Folge: Flüge werden ausfallen und Computer abstürzen. Bis zu drei Pirouetten pro Sekunde schafft eine Prima-Ballerina – jedoch nur, wenn sie die Arme eng am Körper hält. Fährt sie ihre Arme aus, dann wird sie gebremst. Drehimpulserhaltung nennt sich das. Das gleiche passiert mit unserer Erde. Sie dreht sich seit Jahrmillionen in 86.400 Sekunden – also 24 Stunden – einmal um sich selbst. Durch Gezeitenwasser und tektonische Plattenverschiebungen bekommt Mutter Erde jedoch leichte “Speckröllchen” am Bauch und verformt sich ein klitzekleines bisschen in Richtung weiterlesen