Aus dem Fenster, aus dem Sinn

Drahtlose Intnetzugänge, so genannte WLANs, sind ja heute fast überall zu finden. Nahezu an jedem Ort an dem ein paar Häuser in Sichtweite sind, wird einem eine ganze handvoll an Netzen angeboten, wenn man mal das eigene Handy oder den Laptop danach suchen lässt. Ist ja auch praktisch so ganz ohne Kabel. Kein verheddern, keine Stolperfalle und wer unbedingt auch noch auf dem stillen Örtchen die Mails prüfen will, der kann sogar das machen.

Wenn Sie nicht gerade ein Internetcafe betreiben und bewusst Fremde ins Netz lassen wollen, ist Ihr WLAN doch hoffentlich verschlüsselt? Ach stimmt, das reicht ja gar nicht mehr. Ich muss die Frage anders stellen: Ist Ihr WLAN sicher (!) verschlüsselt?

Es gibt verschiedene Verschlüsselungsmethoden und eine davon ist dummerweise alles andere als sicher. Auch wenn ganz neue Router die WEP Verschlüsselung gar nicht mehr oder nur mit Warnung, anbieten, unterstützen die allermeisten in Umlauf befindlichen Geräte diese immer noch. Dabei ist der WEP-Schlüssel und damit der Zugang in Ihr Netz in wenigen Minuten, meist Sekunden, geknackt. Der Angreifer braucht dazu nicht mal ein Meister seines Faches zu sein.

Wer Excel installieren kann, der kann auch den entsprechenden Anleitungen im Internet folgen und so Zugriff auf Nachbars Netz (Ihres?) erlangen. Ein gültiges Gerichtsurteil sagt übrigens, dass Betreiber von WEP »gesicherten« Netzen haften müssen, wenn jemand (anderes) über diesen Zugang z.B. illegal Filme downloaded und dafür abgemahnt wird. Als sicher gilt heute die WPA2 Vschlüsselung, die genau so einfach einzurichten ist wie WEP, aber nicht zu knacken ist, wenn Sie ein sicheres Passwort (also nichts aus dem Wörterbuch!) verwenden. Also: Niemals mit WEP ins WEB!

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