10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1, weg

Zwei junge Amerikaner haben eine App erfunden, mit der man Bilder online an Freunde schicken kann. Zugegeben, das kennt man schon, also was ist daran so besonders? Ganz einfach, bei Snapchat kann man die Bilder nur einmal und nur für die Dauer von maximal 10 Sekunden ansehen. Danach sind sie weg und für immer gelöscht. Klingt ja nicht wirklich nach einer App, die es besonders weit bringen wird.

Tatsächlich aber verschicken mittlerweile etwa 26 Millionen Nutzer täglich bis zu 350 Millionen dieser 10-Sekunden-Bilder. Warum? Weil man so auch erotische Bilder von sich weitergeben kann, ohne Angst haben zu müssen, dass morgen die ganze Schule oder alle Kollegen in der Arbeit eine Kopie haben. Das Bild wird automatisch gelöscht und zurück bleibt nur die verschwommene Erinnerung im Geiste des Betrachters. Bilitis reloaded.

In Zeiten, in denen immer davor gewarnt wird, dass das Internet nichts vergisst, eigentlich eine gute Idee – gäbe es da nicht trotzdem noch ein halbes dutzend Tricks, die „gelöschten“ Bilder eben doch zu speichern. Und dazu muss man nicht einmal besonders begabt sein. Dem Erfolg von Snapchat tut das aber keinen Abbruch.

Der Hype um die App mit dem gelben Logo geht mittlerweile sogar so weit, dass Mark Zuckerberg – der Gründer von Facebook – den 23-jährigen Bengeln das Angebot gemacht hat, ihnen die App abzukaufen. Mit sage und schreibe 3 Milliarden Dollar in bar wollte er die Jungs in Frührente schicken. Die lehnten jedoch ab – zu wenig wie sie sagten, wobei ich mich frage, ob der Klaps bei deren Geburt wirklich auf dem Hintern landete und nicht vielleicht doch auf dem Hinterkopf.

Zuckerberg soll das Treffen mit knallrotem Kopf verlassen haben, weil er grün vor Neid auf den Erfolg von Snapchat ist. Apropos rot und grün: Zuckerberg ist rot-grün-blind, weshalb das Logo und die Webseite von Facebook überwiegend in blau gehalten sind.

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