Wenn der Bus kommt …

Nach sechs Jahren und über zwei Millionen Kilometern hat vor kurzem das erste selbstfahrende Google-Auto einen Unfall verursacht. Zwar waren die umgebauten Lexus-Fahrzeuge von Google schon 17 mal in Unfälle verwickelt – Schuld waren sie bis dato jedoch nie, denn meist fuhr ihnen ein echter Mensch hinten drauf. Langsam und feige Schon länger beklagten die (Mit-)Fahrer in den autonom cruisenden Google-Fahrzeugen des Suchmaschinen-Giganten, dass es ihnen zu gemächlich zugeht. Die Autos seien zu langsam, weil sie sich strikt an jede Geschwindigkeitsbegren- zung halten. Und: Es sei sehr zurückhaltend, das Google-Auto, wenn es darum geht, sich bei einer Einfahrt in den weiterlesen

Unpassend

Verschiebung Vor einiger Zeit habe ich zwei Texte verfasst, von denen der erste eigentlich schon letzte Woche veröffentlicht werden sollte. Ich bat aber kurzfristig darum, diesen noch einmal zu verschieben. Dazu muss man wissen, dass die Texte aus meinen Blog nicht nur Montags um 09:00 Uhr hier erscheinen, sondern schon am Sonntag in einer Zeitung in Greifswald abgedruckt werden. Und die Texte liefere ich meistens schon am Donnerstag, spätestens Freitag früh, in der Redaktion ab. Wenn die zuständige Redakteurin Urlaub hat, dann schreibe ich auch schon mal Texte für zwei, drei Wochen vorab. So auch hier. In beiden Artikeln geht weiterlesen

Einschreiben mit Rückschein

Für etwas mehr Porto kann man sicherstellen, dass der Empfänger eines Briefes nicht behaupten kann, diesen nie bekommen zu haben. Man muss den Brief nur per Einschreiben schicken. Bei Email gibt es etwas sehr Ähnliches. Es gibt einerseits den DSN (Delivery Status Notification) genannten Service, der vergleichbar mit dem Einwurf-Einschreiben ist. Hier bestätigt der Postbote, dass er den Brief in den Briefkasten gesteckt hat. DSN und MDN Bei einer Email wird Ihnen also zugesichert, dass die Übermittlung geklappt hat und die Mail anstandslos entgegengenommen wurde. Damit können Sie zumindest schon mal sicher sein, dass die Email-Domain (z.B. @gmx.de) überhaupt existiert. weiterlesen

Können schon, wollen nur nicht

Als (Halb-)Schwede fahre ich standesgemäß einen Volvo. Meinen motorisierten Elch habe ich vor vier Jahren gebraucht gekauft, heute ist er mittlerweile neun Jahre alt. Das Auto, hat aber so ziemlich alle Annehmlichkeiten. Mit einer Ausnahme: Es hatte keine Standheizung. Wenn ich aber im Winter von der Skipiste auf dem Parkplatz durch den Schnee zum Auto stapfe, gibt es nichts schöneres, als ein warmes Fahrzeug, das auf einen wartet. Also habe ich nachgefragt. Das Nachrüsten einer Standheizung hätte mein Volvo-Händler laut Listenpreis mit etwa 800€ berechnet. Zu viel, wie ich fand. Standheizung als Softwareupdate Eines Tages jedoch erzählte mir jemand, dass weiterlesen

Zwangstausch

Zweitschlüssel gefunden Stellen Sie sich vor, Sie sind eine Bank und vermieten Schließfächer an Ihre Kunden. Diese Fächer sind ausgestattet mit sündhaft teuren und verdammt guten Schlössern der Firma „Supersicher“, dem Weltmarktführer im Bereich Schließsysteme. Eines Tages findet jemand in einem Waldstück tausende Schlüssel. Es sind Zweitschlüssel, Kopien von Schlüsseln, die tausende Schlösser von „Supersicher“ aufsperren. Aufgrund der vielen Fußspuren ist klar, dass sich bereits einige an den Schlüsselkopien bedient haben. Die Kopien stammen nicht von den Original-Schlüssel aus Ihrer Bank. Es gab ein Sicherheitsloch in einer anderen Firma, bei der irgendjemand Nachschlüssel anfertigen konnte. Da es bei „Supersicher“ aber weiterlesen

Das Tempotaschentuch unter den Suchmaschinen

Die Nummer Eins Eine Marke hat es eindeutig geschafft, wenn ihr Name nicht nur für ein Produkt steht, sondern für eine ganze Produktgruppe. So wie das Tempo für Taschentücher steht, der Uhu für Bastelkleber und Pritt für den Klebestift. So wie Tesa für Klebestreifen und PostIt für gelbe Notizzettel steht, so steht Google für Suchmaschinen. Und das gleich weltweit. Google hat dieses Ziel also erreicht. Noch besser – und auch das hat Google geschafft – ist es nur, wenn man gleich zum Verb wird, wenn also eine Tätigkeit mit einen Produktnamen gleichgesetzt wird. In den USA kommt diese Sprachvermischung vergleichsweise weiterlesen

dadada ist dummdummdumm

Mark Zuckerberg (sprich: Sackabörg) wurde gehackt! Der Facebook-Gründer ist Opfer einer Cyber-Attacke geworden, bei der Hacker Dinge in seinem Namen auf seinem Twitter und Pinterest Account gepostet haben, die garantiert nicht von ihm stammen. Wie man mittlerweile weiß – oder vermutet – stammen die verwendeten Passwörter aus einem alten Diebstahl von tausenden LinkedIn-Zugangsdaten. Diese Geschichte lehrt uns fünf Dinge über einen der reichsten Menschen der Welt. Was lernen wir daraus? 1) Zuckerberg kann sich Passwörter schlecht merken, denn seines lautete „dadada“. Manche Journalisten schrieben, dass er vermutlich den Liedtext des Neue Deutsche Welle Hits „Da da da“ von Trio als weiterlesen

Geht nicht, gibt’s doch

Immer wieder lese ich irgendwelche Bewertungen im Internet, die das gekaufte Produkt als gänzlich unbrauchbar abstempeln. „Kam an, ging nicht, sofort zurückgeschickt“ steht dann da. Oder: „Funktioniert überhaupt nicht.“ Und manchmal steht da auch nur ein Wort über das Produkt: „Schrott“ – verbunden mit der 15mal längeren Aussage: „Man muss leider mindestens einen Stern geben. Wenn ich könnte, hätte ich NULL Sterne gegeben“ Himmel Herrgott, wenn Du Hirni schon Zeit für diese 15 Worte hast, dann hättest Du die dafür geopferte Zeit ja wenigstens nutzen können, um mir zu erklären, WAS denn an dem Produkt „Schrott“ ist. Dann hätte ich weiterlesen

Frauen an der Macht

Vor kurzem hörte ich in Manchester eine Rede von Dame Stella Rimington. Sie war in den 1950ern Spionin und wurde später die erste Frau an der Spitze des britischen Inlands-Geheimdienst MI5. Sie war das, was „M“ bei James Bond ist und wer sich gefragt hat, warum Bond eine Chefin hatte: Weil es Dame Stella Rimington gibt! Judi Dench, die von 1995 bis 2012 insgesamt Sieben mal Bonds Chefin „M“ spielte, sieht ihr nicht ohne Grund ähnlich. Eigentlich ging es in der Rede vor allen Dingen darum, wie Frauen in Spitzenpositionen so genannter Männerberufe kommen – und welche Schwierigkeiten ihnen die weiterlesen

Spicken verboten

Machen wir uns nichts vor. Schüler sind seit hunderten von Jahren Spezialisten in einer Disziplin: dem Spicken bei Prüfungen. Lehrer hingegen arbeiten daran, die Abschauversuche der jungen Menschen zu unterbinden. Deshalb erfinden Schüler auch immer wieder neue Methoden. Spickzettel, Geheimtinte, bereits mitgebrachte und zu Hause geschriebene Aufsätze, bis hin zu Bluetooth Headsets unter der Mütze oder einem versteckten Telefon auf dem Klo – um bei einer angetäuschten Pinkelpause jemanden anzurufen zu können. Und die Lehrer … die reagieren umgehend auf jede neu entdeckte Möglichkeit. Daher gibt es mittlerweile gestempelte Papiere, um eingeschmuggelte Dokumente zu erkennen, es gibt natürlich ein Handyverbot weiterlesen