Virenschutz vom Baumarkt

// Aus Versehen zu früh veröffentlicht, da noch im „Urlaubsmodus“ – dies ist der Text, der für den 14.08. geplant war // Erpresserviren – auch Ransomware genannt – waren in den letzten Monaten so erfolgreich, dass sich nun auch andere kriminelle Geschäftszweige etwas davon abgucken. Das Prinzip ist einfach. Man entzieht einem Menschen sein Eigentum und verlangt Lösegeld, bevor man es zurückgibt. Auf dem Computer sind das Daten. Bilder und Dokumente, die verschlüsselt werden und die so vom rechtmäßigen Nutzer eben nicht mehr genutzt werden können. Das Lösegeld fließt – wie sollte es anders sein – per Bitcoin an den weiterlesen

Panzerknacker

Seit ich denken kann, versuchen die Panzerknacker den Tresor von Dagobert Duck zu knacken. Gelungen ist ihnen das nie – auch wenn sie ein paar mal knapp dran waren. So ein Safe ist halt auch nicht so einfach zu knacken, wie ein Auto – oder das ein oder andere schwache Passwort. Oder etwa doch? Unterstützung bekommen die Panzerknacker aus Entenhausen nun von einem Mann aus Boulder, Colorado. Nathan Seidle ist wohl so etwas wie der Daniel Düsentrieb der 100.000 Einwohner zählenden Stadt nahe den Rocky Mountains. Der Inhaber eines Bastler-Shops demonstrierte auf der DefCon-Konferenz letzte Woche in Las Vegas, wie weiterlesen

„Schei-sen-dreck“

Im Moment bin ich in Las Vegas und besuche die zwei wohl wichtigsten Konferenzen (BlackHat und DefCon) für IT Sicherheit überhaupt. Die besten Experten aus der ganzen Welt treffen sich hier und stellen die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten, Tests und Hacks vor. Vortragssprache ist – wie sollte es anders sein – Englisch. Am Mittwoch hat ein Professor mit Deutsch klingendem Namen über die Sicherheit von vernetzten Lampen gesprochen. Sein leichter Akzent verriet mir sofort, dass der Mann aus Österreich kommt. Auch viele Italiener oder Spanier höre ich heraus. Und natürlich werden andere merken, dass ich Deutscher bin, wenn ich Englisch spreche. weiterlesen

Drum prüfe, wer sich ewig bindet

WhatsApp ist der Messenger Dienst schlechthin. Mittlerweile sollen mehr als 1,2 Milliarden Menschen damit Nachrichten versenden. Man verabredet sich mit Freunden, schickt Grüße aus dem Urlaub oder gratuliert zum Geburtstag. Hin und wieder liest man in den Boulevardblättern sogar davon, dass sich ein B-Promi-Häschen von seinem C-Promi-Hasen per Kurzmitteilung getrennt haben soll. Was hier amüsiert, wird sicherlich bald alltäglich. In Taiwan ist das nicht anders, denn dort gab es kürzlich einen Fall, in dem ein Messenger-Dienst dabei half, eine Ehe zu scheiden. In einigen deutschen Medien war zu lesen, dass es sich dabei um WhatsApp handelte … das stimmt aber weiterlesen

Yan Jin Hui und seine Amazon-Steuertricks

Ich versuche wirklich möglichst viele Dinge in lokalen Geschäften zu kaufen. Insbesondere Bücher und Standard-Elektroartikel. Aber ich muss zugeben, dass ich auch ein reger Kunde bei Amazon bin. Insbesondere dann, wenn ich etwas brauche, was Karstadt, MediaMarkt & Co. nicht vor Ort im Sortiment haben. So erging es mir letztens bei zwei Produkten. Einmal brauchte ich für einen Test mehrere möglichst billige Android-Smartphones mit Dual-SIM Steckplatz und dann – ein paar Wochen später – eine spezielle Dokumentenkamera. Fündig wurde ich in beiden Fällen bei Amazon. Jedes der genannten Teile kostet rund 60€, inklusive Mehrwertsteuer natürlich – so steht das bei weiterlesen

Supersicher

Um seine Daten vor den Augen Dritter zu schützen, gibt es diverse Möglichkeiten für die Nutzer von Laptop und Computer. Zum einen gibt es Dutzende Arten des Zugangsschutzes: Passwörter werden abgefragt. Fingerabdruckscanner prüfen Hautlinien. Gesichtsscanner prüfen die Optik des Nutzers vor der Laptop-Kamera – und lassen sich nicht mehr von einfachen Fotos überlisten, da sie eine „Lebendigkeitsprüfung“ in Form von Blinzeln oder Kopfdrehen erwarten. Andererseits gibt es Sichtschutz-Folien, die auf die Monitore geklebt werden, damit niemand in der Bahn die Umsatzzahlen vom Bildschirm des laufenden Rechners ablesen kann. Der Grund, seine Daten zu schützen mag für jeden ein anderer sein. weiterlesen

So ein Schrott

»So ein Schrott« ruft man aus, wenn man ein Gerät in den Händen hält, das entweder für den geplanten Gebrauch untauglich ist – oder das qualitativ so minderwertig ist, dass es schon alleine vom Anschauen auseinanderfällt. Aus meiner Sicht muss man den Begriff »Schrott« aber ausdehnen: Auf die geilsten und aktuellsten Laptops auf dem Markt. Ich rede von den Marktführern – alles Schrott. Also noch nicht heute, aber spätestens übermorgen. Microsoft hat vor Kurzem die aktuellste Version seines Super-Notebooks Surface Pro 2017 rausgebracht. Die Werte … atemberaubend! Ein 2.736×1.824 Pixel großes Display, Core i7-Prozessor, 16GB RAM, eine 512GB SSD und weiterlesen

Kopie einer Kopie

Wer heute ein Computerspiel auf einem Medium wie einer CD oder DVD kauft, der kauft in vielen Fällen auch einen Kopierschutz mit. Zu Zeiten, in denen meine Kumpels und ich noch einen Sinclair Spectrum, Amiga oder Atari ST zu Hause hatten, gab es Anfangs noch keinen Kopierschutz und es war es Gang und Gäbe, sich Computerspiele zu kopieren. Das war zwar nicht OK, aber alle haben es gemacht. Sehr ähnlich ist es, seit Musik digital verbreitet wird und eine Kopie sich qualitativ nicht vom Original zu unterscheiden lässt. Anstatt sich für 20€ eine CD mit 10 Liedern zu kaufen, wird weiterlesen

Verflasht und falschgeklickt

In den Kindertagen des Internets waren Webseiten statisch. Alle Worte standen in HTML gemeißelt so da, wie der Autor sie geschrieben hatte. In der Größe, die er gewählt hatte und ebenso in der gewählten Schriftart und Farbe. Wenn jemand die Webseite ansurfte, sah sie für den Leser auch exakt so aus, wie vom Autor gebaut. Nun ja, das funktionierte nur dann, wenn der Leser auch die gleiche Monitorauflösung hatte wie der Autor. War die Webseite auf eine 1024er Auflösung optimiert und der Internet-Surfer hatte schon ein 1200 Pixel breites Fenster, war nix mehr da, wo es sein sollte. Das änderte weiterlesen

Fremdenführer in Neuland

Als Angela Merkel vor einiger Zeit das Internet als Neuland bezeichnete, haben einige spontan den Kopf geschüttelt und die Welt nicht mehr verstanden. Ich auch. Schon seit den 1990er Jahren boomt doch die IT in Deutschland regelrecht. Mit den üblichen Zyklen eines Auf und Ab zwar, aber tendenziell gibt es in der Branche jedes Jahr mehr Arbeitsplätze, digitale Revolutionen, Innovationen und Hypes. Neuland? Eigentlich sind wir doch auch einer der führenden IT-Standorte auf der Welt?! Und ich, ich fühle mich sogar schon seit Jahren als Einwohner von „Neuland“. Aber OK, bei der Geschwindigkeit, die die IT mittlerweile an den Tag weiterlesen