Lassen Sie sich nicht in die Karten schauen

Wer kennt sie nicht, die Winkekatze am Eingang von nahezu jedem Asia-Restaurant. Nicht nur Kunden soll diese Katzenfigur herbeiwinken, sondern auch Glück oder gar Geld. Geld … durch Winken … Ich habe mich immer gefragt, wie das gehen soll und nun ist der Groschen gefallen. Kontaktloses Bezahlen! Mit meiner Kreditkarte kann ich mittlerweile bezahlen, ohne die Karte in den Leser zu stecken. Einfach vor das Lesegerät halten. Fertig. Bei Beträgen unter 25€ muss ich nicht mal mehr die PIN eingeben oder unterschreiben. payWave heißt das bei Visa, PayPass bei Mastercard. Getreu dem Motto: Mit der Karte macht man winke, winke weiterlesen

Heißes Handy

Samsung hat sein neues Smartphone-Flaggschiff Galaxy S7 Note schon zurückgerufen, bevor es überhaupt auf dem deutschen Markt angekommen ist. Der Grund: die Akkus explodieren oder fangen an zu brennen. Samsung Galaxy auch im Flugmodus verboten Eigentlich erhoffen sich die Hersteller nach der Vorstellung eines neuen Handys viel Presse. Bei Samsung dürfte das nun anders sein. Selbst bei AirBerlin und auf Lufthansa-Flügen wird derzeit explizit vor dem Gebrauch von Samsung Galaxy Smartphones gewarnt. Neben Sitzgurt und Notausgang sagen die Flugbegleiter momentan durch, dass der Gebrauch oder das Laden von Samsung Galaxy Geräten selbst im Flugmodus an Bord verboten ist. Ansage in weiterlesen

Fehlermeldung aus der Hölle

Letzte Woche schrieb mir die Leserin Frau Fuchs eine Nachricht und machte mich auf den Blog „herzdamengeschichten.de“ aufmerksam. Im Beitrag vom 04. September 2016  beklagt sich Maximilian Buddenbohm  über eine nichtssagende Fehlermeldung aus der Hölle. “Diese Datei kann nicht geöffnet werden. Das kann mehrere Gründe haben.” stand da wohl mal auf seinem Computer. In wirklich amüsanten Zeilen erklärt der Autor, dass ihm diese ungenaue Fehlerbeschreibung nicht ansatzweise hilft, das Problem zu beheben und sich der Programmierer ob seines Scherzes wohl immer noch ins Fäustchen lacht. Lieber Herr Buddenbohm, wenn wir Softwareentwickler Ihnen als User mitteilen, dass es einen „StackOverflow an weiterlesen

Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern

Im März 2014 habe ich Facebooks Kauf von WhatsApp für 19 Milliarden Dollar eine Fehlinvestition genannt. Da war ein Fehler meinerseits, denn WhatsApp hat Facebook am Leben gehalten, auch wenn mir der Preis dafür immer noch absurd hoch vorkommt. Aber was kümmert mich mein Geschwätz von gestern? WhatsApp war es damals wichtig, seine hohen Datenschutzstandards nicht aufzuweichen. So sagte Jan Koum, einer der Gründer von WhatsApp, beim Verkauf, dass sich durch die Übernahme an der strengen Datenschutzrichtlinie seines Unternehmens und dem Umgang mit Nutzerdaten „nichts“ ändern würde. „Hätten wir unsere Grundprinzipien einbüßen müssen, (…), hätte es keine Partnerschaft zwischen unseren weiterlesen

Rettet die Fotos … und die Kinder

Das schlimmste, wenn einem das Handy den Geist aufgibt ist doch, dass die ganzen Fotos weg sind. Die Spielstände der ganzen Apps sind weg? Drauf gepfiffen. Die Adressen und Telefonnummern aller Freunde weg? Egal, kriegt man schon irgendwie wieder. Die Emails weg? Egal, sind ja dank IMAP auf dem Server gespeichert, nicht wie früher bei POP3 nur auf dem Gerät. Aber die Fotos … wer die nicht regelmäßig auf seinen Computer überträgt oder dank bezahltem und daher erweitertem Cloud-Speicher sichert, der hat ein Problem. Erstaunlich, dass heute immer noch viele Menschen ihre Bilder verlieren, weil sie kein Backup haben. Die weiterlesen

Dieser Text wird zu Schulungszwecken aufgezeichnet.

Egal in welchem Call Center man heutzutage anruft, fast immer erklärt einem eine Stimme vom Band, dass das nun folgende Gespräch „zu Schulungszwecken“ aufgezeichnet wird. Wobei das ja nicht nur das jetzige Gespräch von mir betrifft, sondern auch alle anderen Gespräche, die soeben parallel von anderen Mitarbeitern des Call Centers geführt werden. Es können aber gar nicht alle Gespräche zu Trainingszwecken genutzt werden – sonst müssten ja genauso viele Mitarbeiter zeitgleich Gespräche zu Trainingszwecken anhören. Das bedeutet, dass diese gar nicht aufgezeichnet werden müssten, denn die Trainierten könnten dann ja auch gleich „live“ zuhören. (Kapiert?) Welche Kriterien gelten eigentlich? Welche weiterlesen

Im Netz gilt nur (m)ein Gesetz

Ich rege mich immer auf, wenn ich höre, dass irgendwelche geldgeilen Typen Handelsembargos umgehen. Da werden über Umwege Waffen(teile) oder sonstige Güter in Krisengebiete gebracht und so eine wichtige Verhandlungsposition z.B. der Vereinten Nationen geschwächt. Kuba unterliegt seit 1960 auch einem Handelsembargo. Allerdings nur einem der USA. Bewohner anderer Länder – zum Beispiel aus der EU – dürfen sehr wohl Waren nach Kuba liefern. Es gibt nur ein Problem. Sie müssen einen Lieferdienst finden, der das macht. Denn: Amerikanische Transportgesellschaften wie UPS transportieren die Pakete trotz politischer Annäherung noch nicht dorthin. Nun passieren aber auch hierzulande Dinge, die wohl einen weiterlesen

Monster To Go

Spielen Sie Pokemon Go? Es gibt nur zwei Antworten: Ja, natürlich –oder– Nein, natürlich nicht. Derzeit begegnen uns nahezu immer und überall Menschen, die auf ihr Smartphone glotzen und virtuelle Evoli oder Glutexos jagen. Selbst während einer Pressekonferenz des US Außenministeriums war ein Journalist so auf sein Spiel fixiert, dass ihn der Sprecher darauf ansprach. Wie peinlich … Das Spielprinzip In dem Spiel geht es – kurz gesagt – darum, mehrere hundert virtuelle Monster zu fangen, diese auszubilden und dann in einer „Arena“ gegen andere Spieler anzutreten. Um die Taschenmonster (Pokemon = Pocket Monster) zu finden, muss man rumlaufen und weiterlesen

Auto(mat)(isch) versichert

Auf einer Konferenz in Zürich über die Zukunft selbstfahrender Autos ging es nicht nur um technische Probleme. Es ging auch um ethische Fragen. Programmierer müssen dem selbstlenkenden Auto nämlich vorgeben, wie es sich verhalten soll, wenn es entweder gegen eine Mauer mit schweren Schäden für KFZ und Fahrgast knallt – oder mit kaum einem Eigenschaden ausweichen kann und dabei nur ein weiches Hindernis umnieten muss. Das „weiche Hindernis“ kann aber ein 6-jähriges Schulkind sein, das unbeteiligt am Straßenrand steht. Bereits im März 2015 habe ich darüber geschrieben, dass es auch bei Unfällen zwischen autonom fahrenden Fahrzeugen spannend wird. Die Schuldfrage weiterlesen

Wenn der Bus kommt …

Nach sechs Jahren und über zwei Millionen Kilometern hat vor kurzem das erste selbstfahrende Google-Auto einen Unfall verursacht. Zwar waren die umgebauten Lexus-Fahrzeuge von Google schon 17 mal in Unfälle verwickelt – Schuld waren sie bis dato jedoch nie, denn meist fuhr ihnen ein echter Mensch hinten drauf. Langsam und feige Schon länger beklagten die (Mit-)Fahrer in den autonom cruisenden Google-Fahrzeugen des Suchmaschinen-Giganten, dass es ihnen zu gemächlich zugeht. Die Autos seien zu langsam, weil sie sich strikt an jede Geschwindigkeitsbegren- zung halten. Und: Es sei sehr zurückhaltend, das Google-Auto, wenn es darum geht, sich bei einer Einfahrt in den weiterlesen